18 April 2026, 10:02

Gefälschtes Video behauptet: 62 Prozent der Deutschen wollen Putin als Kanzler

Deutsches Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa.

Gefälschtes Video behauptet: 62 Prozent der Deutschen wollen Putin als Kanzler

Ein gefälschtes Video verbreitet sich derzeit online mit der falschen Behauptung, es spiegle die deutsche öffentliche Meinung wider. In dem Clip wird behauptet, 62 Prozent der Deutschen wünschten sich Wladimir Putin als ihren Bundeskanzler. Eine solche Umfrage gibt es jedoch nicht – und das Video stammt auch nicht von der Nachrichtensendung, die es vortäuscht zu vertreten.

Es ist nicht das erste Mal, dass irreführende Inhalte den Namen einer seriösen deutschen Medienquelle missbrauchen. Ein früheres gefälschtes Video, das fälschlicherweise mit Spiegel TV in Verbindung gebracht wurde, warnte vor Terrorgefahren während der Wahlen und wurde später als Falschmeldung entlarvt.

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Das neueste Fake-Video trägt das Logo von Der Spiegel, einer bekannten deutschen Nachrichtenorganisation. Doch das Medium hat bestätigt, dass es den Clip nicht produziert hat. Auch Formatierung und visuelle Gestaltung entsprechen nicht dem üblichen Erscheinungsbild von Spiegel TV.

Online finden sich keine belastbaren Belege für eine Umfrage, die eine 62-prozentige Unterstützung für Putin als Kanzler zeigen würde. Spiegel TV hat niemals einen Bericht oder ein Video mit einer solchen Aussage veröffentlicht.

Schon früher in diesem Jahr kursierte ein weiteres erfundenes Video unter dem Namen Spiegel TV. Darin wurde fälschlich vor Terroranschlägen während der deutschen Wahlen gewarnt. Behörden und Faktenchecker entlarvten es schnell als Täuschung und wiesen auf die Gefahren manipulierter Medieninhalte vor wichtigen politischen Ereignissen hin.

Trotz klarer Dementis von Der Spiegel verbreitet sich das falsche Video weiter. Keine überprüfbaren Umfragedaten stützen die Behauptung über Putins angebliche Beliebtheit. Faktenchecker warnen seit Langem vor den Risiken von Deepfake-Inhalten – insbesondere, wenn sie vertrauenswürdige Medienmarken missbrauchen.

Quelle