Gifhorns Mühlenmuseum droht der Verfall – 280.000 Euro sollen es retten
Paul FischerGifhorns Mühlenmuseum droht der Verfall – 280.000 Euro sollen es retten
Gifhorns Mühlenmuseum leidet unter schwerem Verfall nach Jahren der Vernachlässigung und finanzieller Probleme
Die Stadtverwaltung hat nun vorgeschlagen, 280.000 Euro aus dem Haushalt 2026 für dringende Sanierungsarbeiten bereitzustellen, bevor die Schäden noch größer werden. Das Museumsgebäude ist durch langjährige Abnutzung stark in Mitleidenschaft gezogen: Tragbalken sind von Holzwurmbefall betroffen, Dachziegel bröckeln. Laut Behörden liegt dies an einer Kombination aus alternder Bausubstanz und jahrelanger mangelnder Instandhaltung.
Das private Unternehmen, das für die Unterhaltung zuständig war, ist inzwischen insolvent und kann keine Mittel mehr beisteuern. Dies ist nur der vorläufige Höhepunkt einer Phase der Instabilität für das Museum, das in den vergangenen Jahren mit Strafverfahren und der Pleite des Betreiberunternehmens zu kämpfen hatte.
Da keine anderen Finanzquellen verfügbar sind, argumentiert die Stadtverwaltung, dass der Erhalt des Gebäudes im öffentlichen Interesse liege. Ohne sofortiges Handeln drohten die Schäden weiter um sich zu greifen – mit deutlich höheren Sanierungskosten in der Zukunft. Der Stadtrat wird über die vorgeschlagene Haushaltsfreigabe in seiner nächsten Sitzung entscheiden.
Falls der Antrag angenommen wird, sollen die 280.000 Euro in unverzichtbare statische Sicherungsmaßnahmen fließen, um das Gebäude zu stabilisieren. Mit dem Eingreifen der Stadt soll ein irreparabler Verfall verhindert und gleichzeitig sichergestellt werden, dass das Museum sicher und funktionsfähig bleibt. Die endgültige Entscheidung liegt beim anstehenden Votum des Rates.






