Graham Linehan wirft BBC vor, ihn in Doctors als transfeindliche Figur karikiert zu haben
Paul FischerGraham Linehan wirft BBC vor, ihn in Doctors als transfeindliche Figur karikiert zu haben
Der Komiker Graham Linehan hat BBC-Autoren vorgeworfen, in der Serie Doctors eine transfeindliche Figur geschaffen zu haben, um ihn zu verspotten. Der 57-Jährige behauptet, der fiktive Dr. Graham Elton – eine aggressiv transfeindliche Person – basiere auf seinen eigenen Ansichten. Die BBC wies jede Verbindung zwischen der Figur und Linehan zurück.
Linehans Vorwürfe beziehen sich auf Doctors, eine langjährige BBC-One-Serie, die in einer fiktiven Arztpraxis spielt. Die letzte Staffel wurde 2024 ausgestrahlt und präsentierte Dr. Graham Elton – einen geschiedenen, unsympathischen Charakter, der durch transfeindliche Äußerungen auffällt. Linehan argumentiert, die Darstellung sei ein gezielter Versuch, ihn zu dämonisieren.
Seine öffentliche Haltung zu Transgender-Themen sorgt seit Jahren für Kontroversen. 2023 wurde sein Auftritt beim Edinburgh Fringe Festival wegen seiner transfeindlichen Positionen abgesagt. Drei Jahre zuvor hatte sich seine Ex-Frau, die Schauspielerin Helen Serafinowicz, von ihm scheiden lassen – als Grund nannte sie auch die Rückschläge durch seine Äußerungen. Das Paar hat einen Sohn und eine Tochter.
Die BBC wies Linehans Behauptungen zurück und betonte, die Figur sei nicht von ihm inspiriert. Die Macher von Doctors bestehen darauf, dass alle Charaktere und Handlungsstränge rein fiktiv seien.
Der Streit unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Linehan und seinen Kritikern. Zwar bestreitet die BBC jeden Bezug zum Komiker, doch die Kontroverse reiht sich ein in seine Geschichte öffentlicher Auseinandersetzungen. Die letzte Staffel von Doctors endete ohne weitere Stellungnahme des Senders.






