10 June 2026, 08:02

Grüne attackieren SPD-Steuerpläne: "Unrealistisch und ungerecht"

Steuerreform: Grünen-Vize Audretsch wirft SPD-Chefin Baerbock Chaos vor und fordert gerechte Entlastung

Grüne attackieren SPD-Steuerpläne: "Unrealistisch und ungerecht"

Andreas Audretsch, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, hat die Steuerpläne der Regierung scharf kritisiert. Seiner Ansicht nach schaffen sie Unsicherheit und berücksichtigen die Bedürfnisse von Gering- und Mittelverdienern nicht ausreichend. Seine Äußerungen folgen einem Vorstoß von Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD), die erhebliche Steuersenkungen gefordert hatte.

Bas hatte die Idee einer jährlichen Steuerentlastung erstmals in der Talkshow Miosga ins Spiel gebracht. Sie schlug vor, Steuerzahler um mindestens 500 Euro zu entlasten. Die Grünen wiesen den Plan jedoch als unklar und unrealistisch zurück.

Audretsch warf der SPD-Chefin vor, Steuersenkungen in Milliardenhöhe zu versprechen, ohne eine Finanzierungsstrategie vorzulegen. Die Regierung handle planlos und sorge für Verunsicherung, so der Politiker. Zudem betonte er, dass die aktuelle Politik zu spürbaren Belastungen für einkommensschwache Haushalte führe.

In seiner Stellungnahme forderte Audretsch strukturelle Reformen, um mehr Gerechtigkeit zu schaffen. Er bestand darauf, dass Superreiche stärker zur Kasse gebeten werden müssten. Echte Entlastungen sollten seiner Meinung nach vor allem bei Steuern und Sozialabgaben für die breite Bevölkerung ansetzen.

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Im Kern geht es in dem Streit um die Frage, wie Steuererleichterungen finanziert werden sollen und wer davon profitieren soll. Audretsch setzt sich für gezielte Unterstützung von Gering- und Mittelverdienern ein. Die Debatte spiegelt die größeren Spannungen innerhalb der Regierung wider – zwischen Wirtschaftspolitik und sozialer Gerechtigkeit.

Quelle