Grüne-Sprecherin Badum zerpflückt Heizungsgesetz als "Chaos-Gesetz" mit fatalen Folgen
Beatrix FiebigGrüne-Sprecherin Badum zerpflückt Heizungsgesetz als "Chaos-Gesetz" mit fatalen Folgen
Die geplante Heizungsgesetz der deutschen Bundesregierung stößt auf scharfe Kritik – selbst aus den eigenen Reihen. Lisa Badum, klimapolitische Sprecherin der Grünen, bezeichnete den Gesetzentwurf als ein „Chaos-Gesetz“ ohne klare Strategie. Sie warnte, es werde Mieter:innen mit hohen Kosten belasten, während gleichzeitig die Erdgasindustrie profitieren werde.
In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland griff Badum die Pläne scharf an und nannte die Regelung eine „Biogas-Treppe ins Nichts“. Ihrer Ansicht nach fehle es dem Gesetz an durchdachter Planung, sodass es seine ökologischen Versprechen nicht einhalten könne. Der vom Kabinett gebilligte Entwurf sieht ab 2029 einen schrittweisen „Hochlauf klimafreundlicher Brennstoffe“ vor, der bis 2040 einen steigenden Anteil nachhaltiger Heizstoffe vorschreibt.
Doch die Regierung tut sich schwer, zentrale Aspekte des Vorhabens zu begründen. Auf eine parlamentarische Anfrage Badums hin räumten Beamte ein, keine verlässlichen Prognosen zu künftigem Bedarf oder zur Verfügbarkeit von Biobrennstoffen liefern zu können. Auch die Branchenverbände BDEW und VKU forderten mehr Klarheit: Die Regierung müsse darlegen, wie die Versorgung ausgeweitet werden solle und welches Biomassepotenzial tatsächlich vorhanden sei.
Badum warf den Ministerien vor, ein schlecht gemachtes Gesetz durchzudrücken, das Haushalte mit steigenden Kosten belasten werde. Tatsächlich diene die Regelung ihrer Meinung nach vor allem als „Geschenk an die Erdgaslobby“ und untergrabe so den Umbau hin zu nachhaltigen Heizlösungen.
Mittlerweile formiert sich massiver Widerstand gegen das Heizungsgesetz – selbst aus den Reihen der Regierungskoalition. Ohne klare Antworten zu Biobrennstoff-Versorgung und Kostenfolgen droht die Politik Mieter:innen und Wirtschaft in Unsicherheit zu stürzen. Bevor das Gesetz weiter voranschreitet, muss die Regierung diese Bedenken nun ausräumen.






