Halles Thalia-Theater wird zum kreativen Labor für junge Künstler und Visionäre
Paul FischerHalles Thalia-Theater wird zum kreativen Labor für junge Künstler und Visionäre
Das ehemalige Thalia-Theater in Halle (Saale) soll zu einem zentralen Treffpunkt für junge Kreative und die freie Kunstszene werden. Die Stadt hat Pläne bekannt gegeben, den Standort mit Unterstützung eines Bundesförderprogramms und neuer Partnerschaften weiterzuentwickeln.
Gefördert wird das Vorhaben durch das Programm „Übermorgen – Neue Modelle für Kultureinrichtungen“ der Kulturstiftung des Bundes. Die Mittel fließen in dringend benötigte Infrastrukturmaßnahmen und Brandschutzmodernisierungen am Gebäude.
Die Stadt intensiviert zudem die Zusammenarbeit mit TOOH, den Freien Spielstätten Halle e.V. und der lokalen Kunstszene. TOOH wird das Theater künftig sechs Monate im Jahr für verschiedene künstlerische Sparten nutzen – die Vereinbarung läuft bis 2028.
Ein „Young Future Team“, bestehend aus jungen Menschen, bereitet die Räumlichkeiten mit vor und sammelt Ideen für die künftige Ausrichtung. Ihre Erkenntnisse fließen in ein Pilotprojekt ein, das im September 2026 startet. Dort erhalten junge Kreative die Möglichkeit, zu experimentieren und eigene Projekte umzusetzen.
Bürgermeister Dr. Alexander Vogt betonte die Bedeutung des Theaters als Ort, an dem Jugendliche ihre Visionen entfalten können. Die stellvertretende Bürgermeisterin Dr. Judith Marquardt verwies darauf, dass das Haus bereits jetzt ein unverzichtbarer Kulturort für Halle sei.
Das ehemalige Thalia-Theater bleibt damit ein zentraler Veranstaltungsort für freie Kunst und kommunale Kulturprojekte. Die gestärkten Partnerschaften und das anstehende Pilotprojekt sollen seine langfristige Rolle im kulturellen Viertel der Stadt sichern – mit direkter Mitgestaltung durch junge Menschen ab 2026.
