Hamburg präsentiert Entwurf für kommunale Wärmeplanung - Hamburgs radikaler Plan: Fossile Heizungen bis 2040 abschaffen
Hamburg hat einen Entwurf für den Umstieg auf klimaneutrale Wärmeversorgung vorgestellt. Die Stadt plant, bis 2040 komplett auf fossile Brennstoffe bei der Beheizung von Gebäuden zu verzichten – ein zentrales Ziel ihres Klimaschutzgesetzes. Derzeit sind noch acht von zehn Haushalten auf Öl oder Gas angewiesen, um ihre Räume zu heizen.
Fast die Hälfte des Energieverbrauchs und der CO₂-Emissionen Hamburgs entfällt auf die Wärmeversorgung. Um diese Werte zu senken, setzt der Plan auf dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen, lokale Nahwärmenetze und den Ausbau der Fernwärme. Bürger:innen und Unternehmen können die Vorschläge bis zum 14. April über das Beteiligungsportal Diplanung einsehen und dazu Stellung nehmen.
Ein Online-Tool, das Hamburger Wärmeportal, bietet interaktive Karten an, mit denen Nutzer:innen die passendste Heizlösung für ihren Standort ermitteln können. Die Stadt wird das Feedback auswerten, bevor die Strategie finalisiert wird. Die Verabschiedung des Plans ist bis Ende Juni 2026 vorgesehen.
Wird der Entwurf angenommen, wird er Hamburgs Weg aus der fossilen Wärmeversorgung in den nächsten zwei Jahrzehnten steuern. Die Stadt kombiniert dabei großflächige Infrastrukturprojekte mit maßgeschneiderten Lösungen vor Ort. Die öffentliche Rückmeldung fließt in die Endfassung ein, die voraussichtlich Mitte 2026 in Kraft treten soll.