13 March 2026, 14:02

Hanau gedenkt 81 Jahre nach der Deportation von 39 Sinti nach Auschwitz

Ein Steinplakette an einer Wand mit eingraviertem Text, umgeben von Pflanzen unten, wahrscheinlich ein Holocaust-Mahnmal.

Hanau gedenkt 81 Jahre nach der Deportation von 39 Sinti nach Auschwitz

Hanau gedenkt am 23. März mit stiller Gedenkveranstaltung der 39 vor 81 Jahren nach Auschwitz deportierten Sinti

Am 23. März findet in Hanau eine stille Gedenkfeier für die 39 Sinti statt, die vor 81 Jahren in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert wurden. Die Veranstaltung, die im Rahmen der "Internationalen Wochen gegen Rassismus" der Stadt stattfindet, beginnt um 16:30 Uhr an der Gedenktafel vor dem Neustadt-Rathaus. Oberbürgermeister Claus Kaminsky betonte die Bedeutung, ihr Leid zu erinnern und sich heute gegen Diskriminierung zu stellen.

Am 23. März 1943 wurden 39 Sinti aus Hanau und der Umgebung von den NS-Behörden gewaltsam verschleppt. Unter ihnen befanden sich Frauen, Männer und Kinder, von denen die meisten im Konzentrationslager ums Leben kamen. Die Deportation zählt zu den dunkelsten Kapiteln der Stadtgeschichte.

Im Rahmen der Gedenkveranstaltung werden Kränze niedergelegt und eine Schweigeminute abgehalten. Sie ist Teil der diesjährigen Aktionen der "Internationalen Wochen gegen Rassismus" in Hanau. Historische Aufzeichnungen zeigen, dass zwischen 220.000 und 500.000 Sinti und Roma in ganz Europa von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Schätzungen von Einrichtungen wie dem United States Holocaust Memorial Museum gehen von etwa 250.000 bis 500.000 Opfern aus.

Oberbürgermeister Kaminsky hat mehrfach die Wichtigkeit betont, diese Erinnerung wachzuhalten. Er ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und Vorurteilen in jeder Form aktiv entgegenzutreten.

Die Gedenkveranstaltung dient als Mahnmal für die an den Sinti- und Roma-Gemeinden verübten Gräueltaten. Indem Hanau dieses Datum begangen wird, stellt die Stadt sicher, dass die Opfer nicht in Vergessenheit geraten. Im Rahmen ihres anhaltenden Kampfes gegen Rassismus setzt sich die Stadt weiterhin für Aufklärung und Solidarität ein.