Heino zeigt Solidarität mit Feuerwehrmann Münder bei umstrittenem Konzert in Bad Belzig
Emma KochHeino zeigt Solidarität mit Feuerwehrmann Münder bei umstrittenem Konzert in Bad Belzig
Schlagerstar Heino gibt Solidaritätskonzert in Bad Belzig für Feuerwehrmann Richard Münder
In Bad Belzig veranstaltete der Sänger Heino ein Solidaritätskonzert für den Feuerwehrmann Richard Münder, der wegen einer umstrittenen Aufnahme der Deutschen Nationalhymne in die Kritik geraten war. Die Veranstaltung, die Teil von Heinos Made in Germany-Tournee war, lockte rund 800 Unterstützer an – darunter viele Angehörige der Feuerwehr.
Münder wies Vorwürfe einer rechtsextremen Gesinnung zurück und bezeichnete die Kontroverse als Missverständnis. Das Konzert sollte die Debatte um die Nationalhymne neu rahmen und dem Feuerwehrmann öffentliche Rückendeckung zeigen. Vor dem Hintergrund eines großen Bundesadlers und den Farben der deutschen Flagge nutzte Heino, der in den 1970er-Jahren mit seiner Interpretation der ersten Strophe der Deutschen Nationalhymne bekannt wurde, die Bühne für eine klare Stellungnahme zu Münders Situation. Das Publikum reagierte begeistert und feuerte den Sänger während des gesamten Auftritts mit Jubel an.
Heinos Manager, Helmut Werner, betonte, der Künstler stehe in keiner Verbindung zu rechtsextremem Gedankengut. Heino hatte sich in der Vergangenheit wiederholt für ein Verbot der rechtsextremen AfD ausgesprochen und selbst die SPD gewählt. Das Konzert sollte den Fokus von den Anschuldigungen weg und hin zu der Unterstützung für Münder lenken, der weiterhin darauf besteht, dass der Vorfall falsch interpretiert wurde.
Seit der Kontroverse um die sächsische Feuerwehr gibt es keine dokumentierten öffentlichen Debatten über die erste Strophe der Deutschen Nationalhymne. Allerdings kritisierte ein Leserbrief vom 28. März 2026 eine angebliche "links-grüne Abneigung" gegen die Zeile "für das deutsche Vaterland" und verband dies mit einer generellen Ablehnung nationaler Symbole.
Das Konzert in Bad Belzig unterstrich Heinos klare Haltung gegen Rechtsextremismus und zeigte gleichzeitig Solidarität mit Münder. Die Veranstaltung fand starke Unterstützung in der Feuerwehrgemeinschaft und lenkte die Aufmerksamkeit zurück auf die anhaltende Diskussion über nationale Symbole. Münder selbst weist weiterhin alle Vorwürfe politischer Extremismus zurück und spricht von einem Missverständnis.






