13 March 2026, 06:02

Hessen beschleunigt Anerkennung ausländischer Ärzte gegen Fachkräftemangel

Eine Säulen-Diagramm auf einem weißen Hintergrund, das die Anzahl der in Deutschland diagnostizierten Krebspatienten zeigt, mit Text oben.

Mehr als 1.200 ärzte warten auf die Genehmigung in Hessen - Hessen beschleunigt Anerkennung ausländischer Ärzte gegen Fachkräftemangel

Hessens Landesamt für Gesundheit und Pflege beschleunigt die Anerkennung ausländischer Ärzte

Angesichts des wachsenden Bedarfs an Fachkräften im Gesundheitswesen treibt das hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege (HLGL) die Anerkennung von im Ausland ausgebildeten Medizinerinnen und Medizinern voran. Zu den neuen Maßnahmen gehören eine spezielle Hotline sowie beschleunigte Bearbeitungszeiten für dringende Fälle, die von Krankenhäusern gemeldet werden.

In den vergangenen drei Jahren erhielten rund 1.200 Ärztinnen und Ärzte mit ausländischen Abschlüssen in Hessen ihre Approbation. Die Anerkennungquote lag bei etwa 65 Prozent – und damit leicht unter der anderer Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen (72 Prozent), Bayern (68 Prozent) oder Baden-Württemberg (67 Prozent). Aktuell warten noch 1.209 Anträge auf Bearbeitung, wobei die durchschnittliche Erfolgsquote bei 70 Prozent liegt.

Um Verzögerungen zu verringern, optimiert die Behörde ihre internen Abläufe für die Erteilung von Approbationen und Berufserlaubnissen. Eine neue Service-Hotline unterstützt Antragstellende bei der Zusammenstellung der Unterlagen. Zudem wird das Team für Anträge aus Drittstaaten verstärkt, um die steigende Arbeitslast effizienter zu bewältigen.

Die Initiativen passen zu einem geplanten Bundesgesetz, das die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen im Gesundheitsbereich beschleunigen soll. Hessen setzt dabei auf gezielte Fachkräftegewinnung, um den Personalmangel im eigenen Gesundheitssektor zu lindern – insbesondere durch die Priorisierung qualifizierter Bewerberinnen und Bewerber.

Durch die Neuerungen sollen sich die Wartezeiten für ausländische Ärztinnen und Ärzte verkürzen. Krankenhäuser in akuten Engpässen profitieren von schnelleren Entscheidungen in dringenden Fällen. Mit noch 1.209 ausstehenden Anträgen zielen die Maßnahmen des Amts gleichermaßen auf mehr Effizienz und den Ausbau der Fachkräftebasis im hessischen Gesundheitswesen ab.