Hessen startet Milliarden-Offensive für Wirtschaft und Innovation mit Fusionstechnik und Drohnen-Hub
Emma KochHessen startet Milliarden-Offensive für Wirtschaft und Innovation mit Fusionstechnik und Drohnen-Hub
Hessen präsentiert neues Industriepaket zur Stärkung der Wirtschaft
Mit dem neuen Maßnahmenbündel will das Land das Wirtschaftswachstum beschleunigen, die Infrastruktur verbessern und Schlüsselsektoren gezielter fördern. Im Fokus stehen die Bewältigung hoher Kosten und bürokratischer Hürden sowie die Anwerbung internationaler Investitionen.
Ein zentrales Anliegen ist die Beschleunigung von Unternehmensinvestitionen. Der Regionalplan Südhessen sieht die Ausweisung von rund 1.800 zusätzlichen Hektar für Gewerbe- und Industrieflächen vor. Damit soll Unternehmen entlastet werden, die unter hohen Energiekosten, Materialpreisen und globaler Konkurrenz leiden.
Auch Infrastrukturprojekte werden vorangetrieben: Die Zeller Brücke in Bad König soll nach verkürzten Planungszeiten nun bereits im Juni 2027 fertiggestellt werden. Zudem wird der Ausbau der digitalen Infrastruktur vorangetrieben – insbesondere im Rhein-Main-Gebiet, wo der Ausbau von Rechenzentren aktiv unterstützt wird.
Forschung und Innovation bilden einen Schwerpunkt der Strategie. Auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Biblis entsteht ein neuer Fusion Campus, der sich auf laserbasierte Kernfusion spezialisiert. Die Einrichtung soll internationale Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette dieser Technologie anziehen. In Nordhessen entsteht zudem ein Innovationshub für Mobilität und Verteidigung, der sich auf Drohnen, autonomes Fahren und Luftfahrttechnik konzentriert.
Gleichzeitig wird der Fachkräftenachwuchs gefördert: Durch den Bau bezahlbarer Wohnungen für Auszubildende soll die duale Berufsausbildung attraktiver werden.
Ziel der Maßnahmen ist es, Hessens Wirtschaftskraft durch Bürokratieabbau, zusätzliche Gewerbeflächen und Spitzenforschung zu stärken. Der Fusion Campus und der Mobilitäts-Hub werden als Leuchtturmprojekte für Innovation dienen, während beschleunigte Infrastrukturvorhaben die Standortbedingungen für Unternehmen in der gesamten Region verbessern sollen.






