Hessen startet Millionenprojekt KISI für bessere Integration von Zuwanderern aus Drittstaaten
Paul FischerHessen startet Millionenprojekt KISI für bessere Integration von Zuwanderern aus Drittstaaten
Neues Integrationsprojekt KISI in Hessen gestartet – Unterstützung für Zuwanderer aus Drittstaaten
In Hessen hat die Initiative KISI (Kommunale Integrationsstrategien für Internationalität) ihre Arbeit aufgenommen, um Menschen aus Drittstaaten – darunter auch Geflüchtete – bei der Eingliederung in die lokalen Gemeinden zu unterstützen. Das Projekt verbindet 36 Kommunen in 18 ländlichen Landkreisen und bietet Hilfe durch eigens geschulte Integrationslots:innen sowie ehrenamtliche Netzwerke an. Mit einem Budget von 14,5 Millionen Euro, größtenteils aus EU-Mitteln, soll KISI in den nächsten drei Jahren die Integration nachhaltig verbessern.
Offiziell gestartet ist KISI im Oktober 2025; die Laufzeit endet im September 2028. Zu Beginn des Projekts verfügte keine der 36 beteiligten Kommunen über eine fest angestellte Integrationslotse. Mittlerweile schaffen oder haben alle Teilnehmer:innen diese Stelle eingerichtet, um Neuankömmlingen zur Seite zu stehen.
Ein Auftaktveranstaltung am 2. April 2026 in Wiesbaden markiert den offiziellen Start für die neuen Integrationslots:innen. Sozialministerin Heike Hofmann wird eine Grundsatzrede halten, gefolgt von Fachvorträgen und Workshops zu Integrationspolitik, ehrenamtlichem Engagement und der Vernetzung lokaler Dienstleistungen.
KISI arbeitet eng mit bestehenden Freiwilligennetzwerken zusammen, um stabile Partnerschaften aufzubauen. Durch die Anbindung an kommunale Verwaltungsstrukturen soll der Zugang zu Hilfsangeboten für Bedürftige vereinfacht werden. Zudem tauschen die teilnehmenden Projekte bewährte Praktiken aus, um die Ergebnisse in der gesamten Region zu optimieren.
Die Gesamtförderung für KISI beläuft sich auf rund 14,5 Millionen Euro, davon stammen 13 Millionen aus EU-Mitteln. Das Land Hessen steuert 380.000 Euro bei, die Kommunen selbst bringen weitere eine Million Euro auf.
Das Projekt vernetzt anerkannte Drittstaatsangehörige mit Integrationslots:innen und lokalen Ehrenamtlichen. In den kommenden drei Jahren liegt der Fokus darauf, Integrationsprozesse im ländlichen Hessen zu erleichtern. Die Auftaktveranstaltung im April wird den Rahmen für die Zusammenarbeit zwischen Fachkräften, Freiwilligen und öffentlichen Einrichtungen setzen.