Hessen sucht neue Stützpunkte für digitale Hilfe im Alter
Hessen erweitert sein Programm „Digital im Alter – Di@-Lotsen“, um mehr älteren Menschen den Umgang mit digitalen Technologien zu erleichtern. Die Initiative, die von zwei Landesministerien unterstützt wird, bildet Ehrenamtliche zu digitalen Helferinnen und Helfern aus, die vor Ort in lokalen Stützpunkten Beratung anbieten. Vom 11. Mai bis zum 22. Juni 2026 können sich neue Organisationen als offizielle Stützpunkte für das Netzwerk bewerben.
Das Projekt ist eine gemeinsame Aktion des Hessischen Ministeriums für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege und des Hessischen Ministeriums für Digitalisierung und Innovation. Die Freiwilligen durchlaufen eine professionelle Schulung, um zertifizierte Di@-Lotsen zu werden, und unterstützen anschließend ältere Menschen bei digitalen Herausforderungen. Aktuell sind bereits über 600 ausgebildete Lotsinnen und Lotsen in rund 70 Stützpunkten bundesweit im Einsatz.
Die Stützpunkte übernehmen eine zentrale Rolle: Sie schulen die Ehrenamtlichen und vermitteln zwischen dem lokalen Bedarf an digitaler Hilfe und den Angeboten. Im Gegenzug profitieren sie von größerer Sichtbarkeit, kostenlosen Workshops und dem Zugang zu einem breiten Unterstützungsnetzwerk. Die Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ koordiniert das Vorhaben und sorgt für eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen den Partnern.
Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus betonte die Pläne, das Netzwerk weiter auszubauen. Ihre Kollegin, Familien- und Gesundheitsministerin Diana Stolz, hob die positiven Effekte des Programms auf die digitale Souveränität älterer Bürgerinnen und Bürger hervor.
Die Bewerbungsphase für neue Stützpunkte beginnt am 11. Mai 2026 und endet am 22. Juni. Erfolgreiche Bewerber schließen sich einem etablierten System an, das Schulungen, Ressourcen und Vernetzungsmöglichkeiten bietet. Mit der Erweiterung soll die Unterstützung für ältere Menschen, die Schwierigkeiten mit digitalen Anwendungen haben, weiter gestärkt werden.






