Hessen verhandelt allein: Sieben Prozent mehr Lohn im öffentlichen Dienst gefordert

Emma Koch
Emma Koch
2 Min.
Ein Plakat mit zwei Personen vor Bergen und Bäumen, mit dem Text "Was unser Freihandel bedeutet - Britischer Granit Arbeiter - Die Fair-Wage-Klausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."Emma Koch

Lohnverhandlungen für Hessens Beamte beginnen in Wiesbaden - Hessen verhandelt allein: Sieben Prozent mehr Lohn im öffentlichen Dienst gefordert

Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst Hessens beginnen diesen Freitag

Am kommenden Freitag, den 3. März, starten um 11:00 Uhr in Wiesbaden die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst in Hessen. Die Gewerkschaften fordern eine Lohnerhöhung von sieben Prozent, während die Landesregierung die Forderungen als unrealistisch zurückweist.

Die Gespräche finden statt, nachdem sich bereits 15 andere Bundesländer auf eine Erhöhung von 5,8 Prozent für ihre Beschäftigten geeinigt haben.

Hessen hatte sich 2004 aus der bundesweiten Tarifgemeinschaft zurückgezogen und verhandelt seitdem eigenständig über die Löhne. Diesmal verlangen die Gewerkschaft Verdi und andere Arbeitnehmervertretungen eine siebenprozentige Steigerung, mindestens jedoch 300 Euro mehr pro Monat. Auszubildende fordern zusätzlich 200 Euro, und neu qualifiziertes Personal pocht auf unbefristete Verträge ohne Stufenbegrenzung.

Innenminister Roman Poseck (CDU) lehnte die Gewerkschaftsforderungen als "überzogen" ab und betonte die Notwendigkeit einer "praktikablen Lösung", die für alle Seiten tragbar sei. Die Haltung des Landes steht damit im Kontrast zum Kompromiss der übrigen 15 Bundesländer, wo die Löhne in drei Stufen über 27 Monate um 5,8 Prozent steigen sollen.

Geplant sind drei weitere Verhandlungsrunden: vom 9. bis 10. März sowie vom 26. bis 27. März. Das Ergebnis wird Tausende hessische Beschäftigte im öffentlichen Sektor betreffen – von Verwaltungsangestellten bis zu Rettungskräften.

Erst im vergangenen Monat war ein separater bundesweiter Tarifabschluss für Landesbedienstete (TV-L) unterzeichnet worden. Dieser sieht eine Gesamtsteigerung von 5,8 Prozent vor, gestaffelt von 2026 bis 2028, und betrifft rund 1,1 Millionen Beschäftigte in den 15 teilnehmenden Ländern.

Die anstehenden Verhandlungen werden zeigen, ob Hessen dem bundesweiten Trend folgt oder einen eigenen Weg einschlägt. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnten weitere Gespräche – oder sogar Arbeitskampfmaßnahmen – folgen. Das Ergebnis wird die Bezahlung der hessischen Beamten und Angestellten auf Jahre hinaus prägen.

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