Hessens Sportlandschaft im Umbruch: Fußball überholt Turnen, Jugendarbeit boomt
Emma KochHessens Sportlandschaft im Umbruch: Fußball überholt Turnen, Jugendarbeit boomt
Sportvereine in Hessen verzeichnen bemerkenswerte Veränderungen bei Mitgliedern und Vereinszahlen
In Hessen haben sich die Mitgliedschaften und Vereinsstrukturen im vergangenen Jahr spürbar gewandelt. Während die Region einen deutlichen Zuwachs bei der Jugendarbeit verzeichnete, ging die Gesamtzahl der Vereine leicht zurück. Frankfurt stach dabei mit dem höchsten Mitgliederschub unter den Regionalverbänden hervor.
Der Landessportbund Hessen zählt aktuell 7.444 angeschlossene Vereine – ein leichter Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren. Dennoch meldeten 40 der 60 Fachverbände im letzten Jahr ein Wachstum.
Mit 585.287 Mitgliedern hat der Fußballverband die Turnerschaft als größten Sportverband des Landes überholt. Der Sportkreis Main-Kinzig führt hingegen bei der Vereinsdichte: Hier sind 545 Vereine organisiert.
Besonders dynamisch entwickelte sich die Jugendbeteiligung: Rund 37.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren traten neu bei – ein Plus von 6 %. Die Zahl der Mädchen unter sechs Jahren stieg sogar um 16 % im Vergleich zum Vorjahr. Frankfurt verzeichnete mit 12,3 % das stärkste regionale Wachstum und liegt mit durchschnittlich 705 Mitgliedern pro Verein weit über dem hessischen Schnitt von 290. Die Geschlechterverteilung unter den Mitgliedern bleibt mit 59 % Männern und 41 % Frauen stabil.
Die Daten zeigen einen Wandel in der hessischen Sportlandschaft: Fußball ist nun der mitgliederstärkste Verband, die Jugendarbeit boomt – besonders bei jungen Mädchen –, während die Zahl der Vereine rückläufig ist. Frankfurts starke Zunahme und die hohe durchschnittliche Mitgliederzahl unterstreichen seine führende Rolle in der Region.
