Hessens Trauer um Norbert Kartmann: Ein Leben für die Demokratie endet
Paul FischerHessens Trauer um Norbert Kartmann: Ein Leben für die Demokratie endet
Hessens Ministerpräsident Boris Rhein hat tiefes Bedauern über den Tod des ehemaligen Landtagspräsidenten Norbert Kartmann geäußert. Der angesehene Politiker starb am Samstag im Alter von 77 Jahren nach einem Leben im Dienst der Öffentlichkeit. Kartmanns Einfluss reichte weit über seine Partei hinaus und brachte ihm in der hessischen Politiklandschaft breite Anerkennung ein.
In Nieder-Weisel geboren, engagierte sich Norbert Kartmann über 50 Jahre in der Politik. Seine Karriere umfasste Jahrzehnte und war geprägt von einem unerschütterlichen Glauben an Demokratie und offenen Dialog. Mehr als 15 Jahre lang leitete er als Präsident den Hessischen Landtag – länger als jeder seiner Vorgänger in diesem Amt – bevor er 2019 zurücktrat.
Für seine Verdienste wurde Kartmann mehrfach ausgezeichnet: 2012 erhielt er das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse, 2019 den Hessischen Verdienstorden und ein Jahr später die Wilhelm-Leuschner-Medaille für sein Lebenswerk in der Politik. Kollegen aller Parteien schätzten seine Integrität, seine Leidenschaft für Hessen und sein unermüdliches Engagement für die Bürger des Landes.
Boris Rhein, der Kartmann 2019 als Landtagspräsident nachfolgte und 2022 selbst Ministerpräsident wurde, würdigte ihn als wahren homo politicus. Rhein betonte Kartmanns Weitsicht, Tatkraft und Hingabe für das Land als Eigenschaften, die ihn auszeichneten. Sein Erbe, so Rhein, werde als Vorbild für principienfestes politisches Handeln fortbestehen.
Norbert Kartmanns Tod hinterlässt eine tiefe Lücke in der politischen Geschichte Hessens. Seine jahrzehntelange Arbeit, die überparteiliche Wertschätzung und sein Einsatz für demokratische Werte prägten die Institutionen des Landes. Die Ehrungen, die er erhielt, spiegeln eine Karriere wider, die von Hingabe an Hessen und seine Menschen geprägt war.






