19 April 2026, 04:03

Hitze im Bundestag: Merz' Äußerungen zu Gewalt gegen Frauen entfachen Streit über Migration

Drei Frauen sitzen an einem unordentlichen Tisch in einem raumähnlichen Setting und diskutieren.

Hitze im Bundestag: Merz' Äußerungen zu Gewalt gegen Frauen entfachen Streit über Migration

Im Bundestag entbrannte eine hitzige Debatte über Gewalt gegen Frauen, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz das Thema mit Migration in Verbindung gebracht hatte. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch kritisierte Merz' Äußerungen scharf und bezeichnete sie als ungerecht und irreführend. Der Wortwechsel ereignete sich während einer Sitzung, die sich mit der zunehmenden Gewalt gegen Frauen – sowohl im realen Leben als auch im Netz – befasste.

Merz eröffnete die Diskussion mit einer Verurteilung der jüngsten Zunahme von Übergriffen auf Frauen. Dabei behauptete er, ein erheblicher Teil dieser Straftaten gehe auf Migranten zurück. Seine Aussage löste umgehend Widerspruch bei Abgeordneten der Opposition aus.

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Matthias Miersch konterte entschlossen und warf Merz vor, Zuwanderer pauschal an den Pranger zu stellen. Gewalt gegen Frauen sei kein Problem, das sich auf eine bestimmte Gruppe beschränke, sondern ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, argumentierte er. Miersch betonte, Täter könnten aus allen Bevölkerungsschichten stammen, und Opfer verdienten Schutz – unabhängig von der Herkunft des Angreifers.

Der SPD-Politiker wies Merz' Herangehensweise zudem als unangemessen zurück. Statt sich auf eine Gemeinschaft zu konzentrieren, forderte Miersch eine umfassendere Auseinandersetzung mit dem Thema. Er wiederholte, dass Gewalt gegen Frauen keine Nationalität und keine Religion kennt und eine geschlossene Antwort der Gesellschaft erfordert.

Die Debatte offenbarten tiefe Gräben darin, wie Gewalt gegen Frauen bekämpft werden soll. Während Merz die Problematik mit Migration verknüpfte, plädierte Miersch für einen inklusiveren Ansatz. Die Bundestagssitzung endete ohne konkrete Lösung, sodass die Diskussion weiter politisch ausgetragen werden wird.

Quelle