Höhere Gasrechnungen drohen – während Strompreise dank Ökostrom sinken
Moritz MüllerHöhere Gasrechnungen drohen – während Strompreise dank Ökostrom sinken
Deutsche Haushalte müssen in den kommenden Monaten mit höheren Gasrechnungen rechnen – trotz der derzeitigen Preisgarantien. Die Bundesnetzagentur warnt, dass Folgeverträge zu Preiserhöhungen führen könnten, wenn auch nicht in dem Ausmaß wie nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. Gleichzeitig sinken die Strompreise, unter anderem dank günstigerer erneuerbarer Energien.
Die meisten privaten Haushalte in Deutschland profitieren noch von ursprünglichen Gaspreisgarantien mit einer Laufzeit von zwölf Monaten oder länger. Doch wenn diese Verträge auslaufen, könnten Verbraucher mit höheren Kosten konfrontiert werden. Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, betont, dass Gas ein wertvoller Rohstoff bleibe und sparsam eingesetzt werden solle.
Bei den Strompreisen zeigt sich hingegen ein gegenläufiger Trend: Der wachsende Anteil kostengünstiger erneuerbarer Energien drückt die Preise nach unten. Allerdings sorgen zunehmend negative Strompreise – wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt – für Besorgnis. Die Regulierungsbehörden prüfen nun Lösungsansätze, etwa den Ausbau von Speicherkapazitäten oder den Wechsel von festen Einspeisevergütungen für Ökostrom hin zu einer direkten Marktvermarktung.
Die Bundesnetzagentur schließt weitere regulatorische Schritte nicht aus, falls negative Preise anhalten. Vorerst liegt der Fokus jedoch darauf, Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen und Energie bezahlbar zu halten.
Fazit: Mit dem Auslaufen der aktuellen Preissicherungen könnten die Gaskosten steigen, wenn auch nicht im gleichen Maße wie in der Vergangenheit. Strom wird dagegen durch den Ausbau erneuerbarer Energien weiter günstiger. Sollten negative Strompreise zum Dauerproblem werden, könnten die Behörden jedoch eingreifen müssen.






