Hunderte protestieren gegen rechtsextreme Kampfsporthalle in Halle
Hunderte Demonstranten versammelten sich am Samstag vor dem Hauptbahnhofs von Halle, um die Schließung eines umstrittenen Kampfsporthallen zu fordern. Die Kundgebung, organisiert von der antifaschistischen Gruppe Daumen runter, richtete sich gegen die Gladiator Fight Academy, die von Kritikern als Treffpunkt für rechtsextreme Netzwerke und als Rekrutierungsstätte bezeichnet wird.
Im Mittelpunkt des Protests standen die mutmaßlichen Verbindungen der Kampfsportschule zu rechtsextremen Strukturen. Die Demonstranten skandierten Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen“ und forderten die sofortige Schließung der Einrichtung. Zu den zentralen Personen, die mit der Akademie in Verbindung gebracht werden, gehört Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturms Erfurt, einer Gruppe mit rechtsextremen Bezügen.
Weitere mit dem Gym verbundene Personen sind Hans Krüger, ein Anhänger von Energie Cottbus und Jugendtrainer in der Gladiator Fight Academy, der auch selbst an deren Veranstaltungen teilnimmt. Zudem wird Christopher Henze mit der Einrichtung in Verbindung gebracht, der angeblich der rechtsextremen Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig nahesteht. Die Protestierenden betonten, dass in der Kampfsportschule Gewalt und Diskriminierung geduldet würden. So hatten die Betreiber zuvor in Teutschenthal eine rechtsextreme Veranstaltung organisiert, an der auch Mitglieder der rechtspopulistischen AfD teilnahmen.
Die Demonstration spiegelte die wachsende Sorge über die Rolle der Halle als Knotenpunkt rechtsextremer Vernetzung wider. Die Organisatoren von Daumen runter wiesen darauf hin, dass der Betrieb der Akademie eine direkte Gefahr für die lokale Gemeinschaft darstelle – nicht zuletzt wegen ihrer Geschichte extremistischer Verstrickungen.
Der Protest endete mit erneuten Forderungen an die Behörden, die Gladiator Fight Academy und ihre Verbindungen zu rechtsextremen Gruppen zu untersuchen. Die Veranstalter kündigten an, den Druck auf die lokalen Verantwortlichen aufrechtzuerhalten, bis die Schließung der Einrichtung durchgesetzt sei. Die Kundgebung reiht sich ein in eine Serie von Aktionen gegen rechtsextremen Einfluss in der Region.






