Hunderte protestieren gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle
Stjepan HeinrichHunderte protestieren gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle
Hunderte Demonstranten versammelten sich am Samstag vor dem Hauptbahnhofs von Halle, um gegen ein örtliches Kampfsportstudio zu protestieren. Die von der antifaschistischen Gruppe Daumen runter organisierte Kundgebung richtete sich gegen die Gladiator Fight Academy, der Kritiker vorwerfen, ein Netzwerkknotenpunkt der rechten Szene zu sein. Die meisten Teilnehmer waren junge Aktivisten, die die Schließung des Studios forderten.
Der Protest folgte auf die Premiere der Gladiator Fight Series in Teutschenthal, die von den Betreibern des Studios veranstaltet worden war. Bei der Veranstaltung sollen laut Berichten rechtsextreme Gäste anwesend gewesen sein, darunter die AfD-Kandidaten Paul Backmund, Fabian Jank und Benedikt Weiß. Die Demonstranten skandierten Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen!“, während sie durch die Straßen zogen.
Das Studio steht seit Langem wegen mutmaßlicher Verbindungen zu extremistischen Gruppen in der Kritik. Christopher Henze, eine Figur aus der rechtsextremen Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig, soll mit der Einrichtung in Verbindung stehen. Auch Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturms Erfurt, gehört zum Kernteam des Studios. Hans Krüger, Fan von Energie Cottbus und Nachwuchstrainer in der Gladiator Fight Academy, tritt regelmäßig bei deren Veranstaltungen an.
Während die Betreiber betonen, die Gladiator Fight Academy stehe allen Menschen offen, werfen Kritiker dem Studio vor, Gewalt und Diskriminierung zu dulden. Die Protestorganisatoren fordern wiederholt die Schließung des Studios und verweisen auf Befürchtungen, es diene der rechtsextremen Rekrutierung und als Plattform für extremistische Aktivitäten.
Die Demonstration unterstrich die wachsenden Spannungen um die mutmaßlichen Extremismusverbindungen des Studios. Die Protestierenden machten ihre Forderungen deutlich, während die Betreiber weiterhin die Offenheit der Einrichtung verteidigen. Die Veranstaltung in Teutschenthal und die Anwesenheit von AfD-Vertretern haben die Kontroverse weiter angeheizt.






