26 April 2026, 10:02

IHK warnt vor Reformstau: Wirtschaft fordert mehr Tempo von der Politik

Säulendiagramm, das die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Unternehmen zeigt, aufgeschlüsselt nach Branche und Erholungsstatus, mit Daten zur Gesamtzahl der betroffenen Unternehmen und zur wirtschaftlichen Erholung.

IHK warnt vor Reformstau: Wirtschaft fordert mehr Tempo von der Politik

Die Bergische Industrie- und Handelskammer (IHK) hat die regionalen Sorgen der Wirtschaft direkt auf die politische Bühne Berlins getragen. Bei einem hochrangigen Treffen diskutierten IHK-Vertreter und Regierungsvertreter über die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Deutschlands und den dringenden Reformbedarf. Im Mittelpunkt standen tiefe Frustration über zögerliche Fortschritte und unklare industriepolitische Weichenstellungen.

Vertreter der IHK-Präsidialführung trafen sich mit Stefan Rouenhoff, Parlamentarischem Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, sowie Abgeordneten des Bundestags. Thema war der schwindende Einfluss Deutschlands als Industrienation und die wachsenden wirtschaftlichen Belastungen für Unternehmen.

Alle Beteiligten räumten die schwierigen Rahmenbedingungen ein und hinterfragten kritisch die aktuellen sowie geplanten Maßnahmen der Regierung. Zwei zentrale Punkte kristallisierten sich heraus: Reformen sind unverzichtbar – und das Tempo der Umsetzung wird über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

IHK-Präsident Henner Pasch betonte die Bedeutung des Mittelstands als "Rückgrat von Wirtschaft und Gesellschaft" in Deutschland. Andreas Groß, IHK-Vizepräsident, kritisierte die Zögerlichkeit der Politik und warf der Regierung vor, es fehle an Mut, unpopuläre, aber notwendige Reformen durchzusetzen. Roman Diederichs, ebenfalls IHK-Vizepräsident, forderte die Politik auf, enger mit der Wirtschaft zusammenzuarbeiten, um tragfähige Lösungen zu entwickeln.

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Trotz der teils scharfen Wortwechsel einigte man sich darauf, den Dialog konstruktiv fortzuführen. Das Treffen endete mit der gemeinsamen Erkenntnis, dass große Herausforderungen bevorstehen. Wirtschaft und Politik wollen die Zusammenarbeit aufrechterhalten – auch wenn weiterhin unterschiedliche Vorstellungen über das Tempo der Reformen bestehen. Ob den Worten nun Taten folgen, wird über die nächsten Schritte entscheiden.

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