ILA Berlin 2023: Rekordbesuch und neues Kampfflugzeug-Projekt nach FCAS-Pleite
Emma KochILA Berlin 2023: Rekordbesuch und neues Kampfflugzeug-Projekt nach FCAS-Pleite
Die ILA Berlin 2023 fand vom 10. bis 14. Juni am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) statt. Die Messe zog rund 110.000 Besucher an – ein Anstieg gegenüber den 95.000 im Jahr 2021. Gezeigt wurden militärische und zivile Flugvorführungen, Fachdiskussionen sowie Präsentationen von 765 Ausstellern aus 37 Ländern.
Bundeskanzler Friedrich Merz nahm an der Eröffnung der Luftfahrtschau teil. Der BER ist seit 1992 Austragungsort der ILA. Marie-Christine von Hahn, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), bezeichnete die Luft- und Raumfahrt als „Schlüsselindustrie und strategische Infrastruktur“.
Am 10. Juni blockierten pro-palästinensische Aktivisten zeitweise den Zugang zum Geländee. Trotz der Störung verlief die Messe wie geplant.
Während der ILA kündigten acht Rüstungsunternehmen an, gemeinsam ein neues Kampfflugzeug zu entwickeln. Diese Initiative folgt auf das Scheitern des FCAS-Projekts (Future Combat Air System), eines zentralen europäischen Vorhabens im Verteidigungsbereich.
Die ILA Berlin 2023 endete mit starker Besucherresonanz und wegweisenden Branchenankündigungen. Die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung der Luftfahrtindustrie und präsentierte Fortschritte in der militärischen und zivilen Luftfahrt. Das neue Kampfflugzeug-Projekt der Rüstungsfirmen markiert einen Neuanfang nach dem FCAS-Rückschlag.
