Jeder Fünfte in Deutschland kann sich 2025 keinen Urlaub leisten
Im Jahr 2025 konnte sich mehr als ein Fünftel der deutschen Bevölkerung keinen einwöchigen Urlaub leisten. Betroffen waren etwa 17,3 Millionen Menschen. Die Zahlen verdeutlichen die Unterschiede beim finanziellen Zugang zu Freizeitaktivitäten zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen.
Die Möglichkeit, sich einen Urlaub zu leisten, hing stark vom Einkommen und Haushaltstyp ab. Unter den Geringverdienern mit einem Nettoeinkommen von bis zu 1.600 Euro monatlich konnten sich 48 Prozent keine Reise leisten. In der nächsten Einkommensgruppe, zwischen 1.600 und 2.100 Euro, sank dieser Anteil auf 28 Prozent.
Auch die Haushaltszusammensetzung spielte eine Rolle: Alleinerziehende Haushalte waren mit 39 Prozent am stärksten betroffen. In Single-Haushalten lag die Quote bei 29 Prozent, während Paare ohne Kinder mit 16 Prozent am besten abschnitten.
Deutschland lag mit einer Quote von 21 Prozent unter dem EU-Durchschnitt von 28 Prozent. Rumänien verzeichnete mit 61 Prozent den höchsten Wert in der EU, Luxemburg mit 11 Prozent den niedrigsten. Die Daten zeigen deutliche Zusammenhänge zwischen Einkommen, Haushaltstyp und Urlaubsfinanzierung in Deutschland. Zwar schneidet das Land im EU-Vergleich besser ab, doch ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung hat nach wie vor mit finanziellen Hürden zu kämpfen, um sich eine Auszeit leisten zu können.






