Junge Union fordert Umverteilung: Rente kürzen, um BAföG und Elterngeld zu retten
Paul FischerJunge Union fordert Umverteilung: Rente kürzen, um BAföG und Elterngeld zu retten
Johannes Winkel, Vorsitzender der Jungen Union (CDU), hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre finanziellen Prioritäten zu überdenken. In einem Interview mit der Bild am Sonntag schlug er vor, eine geplante Rentenanpassung zu kürzen, um stattdessen BAföG-Leistungen und Elterngeld zu schützen. Seine Vorschläge zielen darauf ab, Einschnitte zu verhindern, die vor allem junge Familien und Studierende direkt treffen würden.
Winkel kritisierte die aktuelle Vorgehensweise, bei der die Renten um 4,2 Prozent steigen sollen, während gleichzeitig die Erhöhung des BAföG gestrichen und Kürzungen beim Elterngeld drohen. Er betonte, dass alle drei Maßnahmen – Renten, BAföG und Elterngeld – ursprünglich im Koalitionsvertrag vereinbart worden seien.
Um das Ungleichgewicht auszugleichen, schlug er vor, die Rentenerhöhung auf drei Prozent zu begrenzen. Dadurch würden rund fünf Milliarden Euro frei, die ausreichen würden, um die „dringend notwendige Anpassung des BAföG-Wohnkostenzuschusses“ zu finanzieren und Kürzungen beim Elterngeld zu vermeiden.
Sein Appell ging über reine Politikvorschläge hinaus: Winkel forderte die Regierung auf, sich „für die junge Generation zusammenzureißen“ und eine gerechtere Verteilung der Mittel zwischen den Altersgruppen zu gewährleisten.
Der Plan würde Gelder umschichten, um Studierende und Familien mit kleinen Kindern zu unterstützen. Sollte er umgesetzt werden, könnte er die Streichung der BAföG-Erhöhung verhindern und das Elterngeld auf dem aktuellen Niveau halten. Die Bundesregierung hat sich bisher noch nicht zu Winkels Vorschlägen geäußert.






