KI-Kochroboter in der Krise: Aktie stürzt ab – doch Expansion geht weiter
Lukas HoffmannKI-Kochroboter in der Krise: Aktie stürzt ab – doch Expansion geht weiter
Ein Robotikunternehmen, das sich auf KI-gestützte Kochsysteme spezialisiert hat, durchlebt ein schwieriges Jahr an den Märkten. Der Aktienkurs ist seit Januar um über 53 Prozent eingebrochen und bewegt sich nun in der Nähe eines 52-Wochen-Tiefs. Trotz dieser Rückschläge treibt das Unternehmen seine Expansionspläne und neue Partnerschaften voran, um das zukünftige Wachstum zu sichern.
Erst kürzlich startete das Unternehmen ein Programm für American Depositary Receipts (ADRs), um seine Sichtbarkeit bei US-Investoren zu erhöhen. Mit diesem Schritt soll das internationale Interesse an seiner Technologie gesteigert werden. Gleichzeitig sicherte sich das Unternehmen durch eine Mini-Anleihe eine Finanzspritze in Höhe von 1,67 Millionen Euro, die in die Produktion neuer Roboter fließen soll.
Um seine Marktpräsenz auszubauen, hat das Unternehmen eine Kooperation mit MMV Leasing geschlossen, um Leasingoptionen für seinen Flaggschiff-Roboter CA-1 anzubieten – ein mit KI ausgestattetes Kochsystem. Dadurch könnte die Technologie für gewerbliche Küchen und Großküchenbetriebe leichter zugänglich werden. Das Unternehmen gibt zudem an, einen theoretischen Auftragsbestand im Wert von 1,6 Milliarden Euro zu haben, auch wenn viele dieser Anfragen noch nicht in verbindliche Verträge umgewandelt wurden.
Die Produktionskapazitäten sind bereits vorhanden: Der Auftragsfertiger Celestica kann vierstellige Stückzahlen bewältigen. Auf einer anstehenden Investorenveranstaltung in München wird das Unternehmen seine Strategie vorstellen, wie es aus unverbindlichen Vorbestellungen feste Aufträge generieren will. Neben kommerziellen Projekten werden seine autonomen Kochsysteme derzeit von der Bundeswehr getestet, und ein Liefervertrag mit den Streitkräften der Ukraine wurde bereits unterzeichnet.
Die finanziellen Prognosen für die kommenden Jahre zeigen ein gemischtes Bild. Für 2025 erwartet das Unternehmen einen operativen Verlust von 15 Millionen Euro bei bescheidenen Umsätzen von 250.000 Euro. Doch für 2026 rechnet es mit einer deutlichen Erholung und prognostiziert Umsätze zwischen 44 und 55 Millionen Euro.
Der Aktienkurs bleibt zwar unter Druck, doch die Fokussierung auf Militärverträge, Leasingpartnerschaften und den internationalen Handel könnte die Aussichten des Unternehmens neu gestalten. Mit gesicherten Produktionskapazitäten und einer Pipeline potenzieller Aufträge wird der Erfolg nun davon abhängen, ob es gelingt, das Interesse in konkrete Verkäufe umzuwandeln. Die Investoren werden gespannt verfolgen, wie das Unternehmen auf der Münchner Veranstaltung seine Strategie darlegt.






