15 May 2026, 08:03

KNDS investiert eine Milliarde Euro in Rüstungsproduktion für Bundeswehr-Aufträge

Militärischer Personentransporter mit montierter großer Kanone, der auf einer Straße neben einem Wald fährt.

KNDS investiert eine Milliarde Euro in Rüstungsproduktion für Bundeswehr-Aufträge

Deutscher Rüstungskonzern KNDS baut Produktionskapazitäten für 1 Milliarde Euro aus

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Der deutsche Rüstungshersteller KNDS erweitert seine Produktionskapazitäten mit einem Investitionsplan in Höhe von 1 Milliarde Euro. Das Unternehmen hat bereits das Alstom-Werk in Görlitz übernommen und verhandelt nun über die Übernahme weiterer Standorte. Diese Schritte erfolgen vor dem Hintergrund geplanter Großaufträge der Bundeswehr für tausende neue gepanzerte Fahrzeuge.

Im vergangenen Jahr hatte KNDS die Alstom-Produktionsstätte in Görlitz erworben – der Auftakt zu seiner Expansionsstrategie. Aktuell führt das Unternehmen Gespräche mit Mercedes-Benz über die Übernahme des Werks in Ludwigsfelde, eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus. Mercedes-Benz selbst plant, die Produktion seines Sprinter-Transporters bis etwa 2030 nach Jawor in Polen zu verlagern, wodurch die Zukunft des Standorts Ludwigsfelde ungewiss bleibt. Eine der diskutierten Optionen ist die Verpachtung von Teilflächen an KNDS für die Herstellung militärischer Fahrzeuge.

Zudem prüft KNDS den Kauf des Volkswagen-Werks in Osnabrück, wo die Produktion 2027 enden soll. Volkswagen bestätigte, nach „zukunftsfähigen Perspektiven“ für den Standort zu suchen. Unterdessen bereitet sich die Bundesregierung darauf vor, in den kommenden Monaten bis zu 3.000 gepanzerte Radfahrzeuge vom Typ Boxer zu ordern – ein Treiber für die steigende Nachfrage nach zusätzlichen Produktionskapazitäten.

Der Rüstungskonzern steht mit mehreren Unternehmen in Verhandlungen, um weitere Fertigungsflächen zu sichern. Mit der Milliarde Euro soll die Produktion ausgeweitet werden, um sowohl inländische als auch internationale Militäraufträge bedienen zu können.

Die Expansion von KNDS fällt in eine entscheidende Phase für die deutsche Rüstungsindustrie. Angesichts bevorstehender Großaufträge sichert sich das Unternehmen zusätzliche Standorte, um die Produktion hochzufahren. Die Ergebnisse der Verhandlungen mit Mercedes-Benz und Volkswagen werden maßgeblich über die künftigen Kapazitäten entscheiden.

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