24 May 2026, 08:10

Koblenz kämpft gegen Millionenloch durch veraltete Kreisumlagen für Berufsschüler

Stadtpersonalamt untersucht: Haben Mitarbeiter der Stadt Koblenz Millionen an Schaden verursacht?

Koblenz kämpft gegen Millionenloch durch veraltete Kreisumlagen für Berufsschüler

Koblenz steht vor einem jährlichen Finanzloch von über 400.000 Euro aufgrund veralteter Zuschüsse aus den Nachbarkreisen. Betroffen sind neun umliegende Landkreise, darunter Ahrweiler, Altenkirchen und Mayen-Koblenz, wo die Beiträge für Berufsschüler:innen seit Jahren nicht mit den steigenden Kosten Schritt halten. Nun unternimmt die Stadt Schritte, um die entgangenen Einnahmen zurückzuholen und künftige Verluste zu verhindern.

Ursache des Problems ist die Kluft zwischen den tatsächlichen Ausgaben und den Zahlungen der Landkreise für Berufsschüler:innen. Koblenz gibt derzeit durchschnittlich 406,80 Euro pro Teilzeit-Schüler:in aus, die Kreise zahlen jedoch nur 190 Euro pro Jahr. Bei 1.932 Schüler:innen aus dem Umland hat diese Differenz die Stadt seit 2014 bereits mehr als fünf Millionen Euro gekostet.

Der Rechnungsprüfungsausschuss hat kritisiert, warum die Beiträge trotz steigender Kosten nie angepasst wurden. Als Reaktion darauf wird Koblenz die Kreisumlagen rückwirkend ab Januar dieses Jahres auf 300 Euro pro Schüler:in erhöhen, ab 2028 sollen es dann 400 Euro sein.

Zudem prüft die Stadt, ob eigenes Finanzmanagement zu den Verlusten beigetragen hat. Geprüft wird, ob über eine Berufshaftpflichtversicherung Entschädigungsansprüche geltend gemacht werden können. Um künftige Fehlbeträge zu vermeiden, plant Koblenz, die Kostenentwicklung an Berufsschulen regelmäßig zu überprüfen und die Kreisumlagen entsprechend anzupassen.

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Die Änderungen bedeuten höhere Kosten für die betroffenen Landkreise, zu denen auch Bad Kreuznach, Cochem-Zell und der Westerwaldkreis gehören. Die rückwirkenden Zahlungen beginnen bei 300 Euro pro Schüler:in und steigen bis 2028 auf 400 Euro. Koblenz will damit die Finanzlücke schließen und sicherstellen, dass die Beiträge künftig die tatsächlichen Bildungskosten widerspiegeln.

Quelle