12 April 2026, 20:03

Koreanische Traditionen rocken die Oscars: KPop Demon Hunters begeistert mit Samulnori und Hanbok

Eine Gruppe von Menschen führt einen traditionellen koreanischen Tanz auf einer Bühne auf, mit Scheinwerfern darüber und Pflanzen darunter, im Hintergrund ein großer Bildschirm

Koreanische Traditionen rocken die Oscars: KPop Demon Hunters begeistert mit Samulnori und Hanbok

Eine dreiminütige Darbietung aus dem Film KPop Demon Hunters stand im Mittelpunkt der 98. Academy Awards am 15. März 2025. Die Choreografie verband modernen Tanz mit traditionellen koreanischen Elementen, darunter Samulnori-Rhythmen und Hanbok-Kostüme. Hinter den Kulissen arbeitete ein Team aus Choreografen und Künstlern akribisch daran, kulturelle Authentizität zu wahren und gleichzeitig ein beeindruckendes visuelles Spektakel zu inszenieren.

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Die Aufführung präsentierte Golden, einen zentralen Song aus dem Film KPop Demon Hunters von 2025. Auf der Bühne bewegten sich drei Tänzer – stilisiert als "uralte Dämonenjäger" – im Takt eines rituellen Rhythmus, der böse Geister vertreiben und Einheit stiften sollte. Ihre Bewegungen waren vom Salpuri, einem traditionellen koreanischen Tanz, inspiriert, während ihre Kostüme Elemente der Samulnori-Percussionisten mit fließenden Hanbok-Roben verbanden.

An der kreativen Leitung beteiligten sich die US-Choreografin Mandy Moore und die koreanische Choreografin Jung Da-eun. Letztere, eine in Los Angeles ansässige Künstlerin mit Abschlüssen der Ewha Womans University und der UCLA, fungierte sowohl als Beraterin als auch als Tänzerin. Sie bestand darauf, sich als zeitgenössische Choreografin zu präsentieren und nicht als "traditionelle koreanische Tänzerin", um eine Reduzierung der Arbeit auf kulturelle Klischees zu vermeiden.

Für den lebendigen Percussion-Part sorgte Oolim, eine in Los Angeles beheimatete Samulnori-Gruppe, die der Darbietung einen authentischen Klang verlieh. Während der Proben konsultierte das Produktionsteam Jung wiederholt zu kulturellen Details – von der Kostümwahl bis zur symbolischen Verwendung der Salpuri-Tücher. Ihre früheren Werke wie Byoul und Norri verfolgen einen ähnlichen Ansatz und verschmelzen östliche und westliche Tanztraditionen, ohne den Kern einer der beiden zu verlieren.

Jungs Werdegang prägte die Ausrichtung der Aufführung maßgeblich. Nach ihrer Ausbildung an der Nationalen Gugak-Mittel- und Oberschule Koreas baute sie eine Karriere auf, die Alte und Neue verbindet. In diesem Stück sicherte ihre Doppelfunktion – als Jägerin auf der Bühne und als kulturelle Beraterin hinter den Kulissen – dass die Choreografie ihren Wurzeln treu blieb und gleichzeitig dem großen Rahmen der Oscars gerecht wurde.

Die Oscar-Darbietung war ein seltener Moment, in dem traditionelle koreanische Kunst ein globales Millionenpublikum erreichte. Durch die Verbindung von Samulnori-Musik, Hanbok-Designs und zeitgenössischem Tanz schuf das Team ein Stück, das sich während der Zeremonie deutlich abhob. Jung Da-euns Mitwirkung – sowohl als Tänzerin als auch als kulturelle Expertin – trug dazu bei, dass die Choreografie ihren Inspirationen treu blieb und gleichzeitig kreative Grenzen sprengte.

Quelle