Legendäres Provence-Hotel Lou Calen feiert Comeback nach 24 Jahren Leerstand
Moritz MüllerLegendäres Provence-Hotel Lou Calen feiert Comeback nach 24 Jahren Leerstand
Ein historisches Hotel im Herzen der Provence hat nach über zwei Jahrzehnten des Leerstands wieder seine Türen geöffnet. Das Lou Calen, einst ein beliebter Treffpunkt von Stars wie David Bowie und Pink Floyd, wurde von einem kanadischen Unternehmer zu einem lebendigen Kulturzentrum umgestaltet. Die Wiederbelebung dieses Wahrzeichens hat auch dem ruhigen Dorf Cotignac neuen Schwung verliehen.
Die Geschichte des Lou Calen begann 1944, als ein zehnjähriges Mädchen namens Huguette während der Feierlichkeiten zum Tag der Befreiung von Cotignac von einem amerikanischen Soldaten einen Ring geschenkt bekam. Jahrzehnte später kaufte sie ein Haus im Dorf und verwandelte es 1972 in ein Hotel mit Restaurant. Unter ihrer Führung entwickelte sich das Lou Calen zu einem Anziehungspunkt für Künstler und Musiker – hier verkehrten Legenden wie David Bowie und Mitglieder von Pink Floyd.
1999 schloss das Hotel seine Pforten und stand über 20 Jahre lang leer. 2023 erwarb der kanadische Unternehmer Graham Porter das Anwesen und hauchte ihm neues Leben ein. Er restaurierte das Gebäude und ergänzte es um ein Kunstzentrum, eine Bar, ein Restaurant und stilvolle Gästezimmer. Das wiedereröffnete Lou Calen zieht nun ein internationales Publikum an, wobei Amerikaner die größte Besuchergruppe stellen.
Huguettes Verbindung zu diesem Ort bleibt bestehen. Später eröffnete sie ein Restaurant in Palm Springs, wo sie den Soldaten wiedertraf, der ihr als Kind den Ring geschenkt hatte. Auch ihre Liebe zur provenzalischen Küche lebt weiter – in einem Kochbuch, in dem sie ihre Lieblingsrezepte teilte.
Die Neueröffnung des Lou Calen hat mehr bewirkt als die Rettung eines historischen Gebäudes: Sie bringt ganzjährig Besucher nach Cotignac. Mit seiner Mischung aus Kunst, Geschichte und Gastfreundschaft festigt das Hotel seinen Ruf als kulturelles Juwel der Provence. Dank seiner reichen Vergangenheit und frischen Energie zieht das Lou Calen weiterhin Gäste aus aller Welt an.






