Letzte Chance: Agostea-Kultstücke gehen in die zweite Versteigerungsrunde
Lukas HoffmannLetzte Chance: Agostea-Kultstücke gehen in die zweite Versteigerungsrunde
Der ehemalige Club Agostea in Koblenz versteigert in einer zweiten Online-Auktion seine letzten verbleibenden Stücke. Fans und Sammler können bis zum 13. Mai über 100 Objekte ersteigern – von Diskokugeln bis hin zu Ritterrüstungen. Die Erlöse sollen das Gelände für eine spätere Neunutzung räumen, auch wenn die konkreten Pläne noch offen sind.
Die erste Versteigerung von Agostea-Erinnerungsstücken stieß auf europaweites Interesse. Bieter aus Belgien, Rumänien und der Schweiz sicherten sich Gegenstände, darunter eine Slush-Eis-Maschine, die ein Ingenieur aus Zürich ersteigerte. Zunächst hatte er Koblenz mit seinem Schweizer Namensvetter verwechselt, reiste aber extra nach Deutschland, um sein Kaufstück abzuholen.
In der zweiten Auktion kommen noch kuriosere Stücke unter den Hammer: eine klassische Diskokugel, eine Konfettikanone oder ein Massagetisch. Viele Objekte bleiben in Koblenz – lokale Unternehmen erwerben Andenken, um das Erbe des Clubs zu bewahren. Das einst weitläufige und ikonische Agostea-Gelände steht nun vor einer ungewissen Zukunft.
Die Auktionserlöse fließen in den Abriss der bestehenden Bauten, um Platz für Neues zu schaffen. Zwar wurde ein gastronomisches Konzept für die Fläche ins Spiel gebracht, doch ein Betreiber oder ein endgültiger Plan stehen noch aus.
Die Auktion läuft bis zum 13. Mai und bietet eine letzte Chance, sich ein Stück Agostea-Geschichte zu sichern. Die eingenommenen Mittel unterstützen zwar die Räumung des Geländes, doch die langfristige Vision für den Standort bleibt vage. Vorerst lebt der Mythos des Clubs weiter – verstreut in den Erinnerungsstücken, die nun Koblenz und die ganze Region bereichern.






