Leverkusens Traum vom Nachwuchsleistungszentrum scheitert an Monheimer Politik
Stjepan HeinrichLeverkusens Traum vom Nachwuchsleistungszentrum scheitert an Monheimer Politik
Bayer 04 Leverkusen sucht seit zehn Jahren nach einem Standort für ein hochmodernes Nachwuchsleistungszentrum – nun hat der Verein nach der Prüfung von 70 möglichen Standorten Monheim am Rhein ausgewählt. Doch das Projekt stößt auf massiven Widerstand aus der lokalen Politik.
Der geplante Campus in Monheim soll zehn Fußballplätze, 150 neue Arbeitsplätze sowie Rad- und Joggingwege umfassen. Für den Verein ist das Vorhaben von zentraler Bedeutung, um im Wettbewerb mit anderen Bundesliga-Klubs mithalten zu können. Sportdirektor Simon Rolfes warnte vor schweren Folgen, falls das Projekt scheitert: Die Zukunft des Vereins stehe auf dem Spiel.
Seit den Kommunalwahlen 2025 hat sich der Widerstand gegen den Campus verstärkt. Eine neue Koalition blockiert die Pläne aus Klimaschutz- und Umweltsorgen. Bayer 04 hat bereits mehrfach die Dimensionen des Vorhabens reduziert, um die Bedenken zu entkräften. Zudem sind die aktuellen Trainingsanlagen am BayArena durch den geplanten Ausbau einer Autobahn gefährdet.
Bayer-AG-Chef Bill Anderson bestätigte, dass das Unternehmen die Entwicklungen in Monheim genau verfolge. Trotz des anhaltenden politischen Widerstands bleibt der Verein entschlossen, das Projekt voranzutreiben.
Der Campus in Monheim soll die langfristige Wettbewerbsfähigkeit von Bayer 04 sichern und moderne Trainingsbedingungen bieten. Über Erfolg oder Scheitern des Vorhabens entscheiden nun die lokalen Behörden und politischen Verantwortungsträger – mit weitreichenden Folgen für die Nachwuchsförderung des Vereins.
