Lufthansa bricht Schweigen zur NS-Vergangenheit – und glänzt finanziell wie nie

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Ein grünes Wertpapier der Leipziger Hypothekbank mit gedrucktem Text und einem Stempel.Admin User

Lufthansa bricht Schweigen zur NS-Vergangenheit – und glänzt finanziell wie nie

Die Lufthansa Group hat Pläne bekannt gegeben, im März 2026 eine detaillierte historische Darstellung der Verstrickungen ihres Vorgängerunternehmens in die NS-Zeit zu veröffentlichen. Damit räumt das Unternehmen erstmals offiziell seine Verbindungen zum Regime ein. Parallel dazu verzeichnet die Airline weiterhin starke finanzielle Ergebnisse und operative Verbesserungen. Bereits im Februar 2024 hatte die Lufthansa erstmals öffentlich die Rolle ihres Vorgängerunternehmens im NS-System anerkannt. Recherchen zufolge wurden in dieser Zeit über 12.000 Zwangsarbeiter:innen, darunter auch Kinder, von dem Unternehmen ausgebeutet. Bis 1944 stammten mehr als zwei Drittel der Einnahmen aus dem Rüstungssektor. Im März 2026 wird die Airline eine umfassende historische Studie vorlegen, begleitet von einer Ausstellung im Conference and Visitor Center in Frankfurt. Beide Initiativen sollen die Handlungen des Unternehmens während der NS-Diktatur dokumentieren. Finanziell zeigt sich die Lufthansa Group widerstandsfähig: Die Nettoverschuldung sank bis zum 30. September 2025 um 628 Millionen Euro auf 5,1 Milliarden Euro. Zudem verzeichnete das Unternehmen die beste Pünktlichkeit und Regelmäßigkeit seit Beginn der COVID-19-Pandemie. Für das Jahr 2025 wird ein bereinigtes EBIT von über 1,6 Milliarden Euro erwartet – ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Langfristig plant die Lufthansa, bis 2030 weltweit rund 4.000 Verwaltungsstellen abzubauen. Die Maßnahme ist Teil umfassender Bemühungen, die Strukturen durch Integration und Digitalisierung schlanker zu gestalten. Der Geschäftsbericht für 2025 erscheint am 6. März 2026, gefolgt von einer Presse- und Analystenkonferenz am selben Tag. Die anstehende historische Studie und die Ausstellung werden ein vollständigeres Bild der Lufthansa-Vergangenheit zeichnen. Gleichzeitig bleibt das Unternehmen auf finanzielles Wachstum und operative Effizienz fokussiert. Stellenabbau und Digitalisierungsvorhaben werden in den kommenden Jahren die Verwaltungsstrukturen prägen.