M&A-Markt in Deutschland bleibt trotz Rekordwettbewerb stabil und dynamisch
Lukas HoffmannM&A-Markt in Deutschland bleibt trotz Rekordwettbewerb stabil und dynamisch
Fusions- und Übernahmemarkt in Deutschland bleibt robust – günstige Rahmenbedingungen treiben Aktivität voran
Eine gemeinsame Umfrage der Kanzlei CMS und des Finance Magazins zeigt die zentralen Trends auf, die den M&A-Sektor prägen – darunter steigender Wettbewerb und sich wandelnde Prioritäten in den Führungsetagen.
Laut hochrangigen M&A-Verantwortlichen verringert sich die Zahl attraktiver Übernahmeziele zusehends. Gleichzeitig hat die Konkurrenz um diese Objekte mit einem Wert von 8,25 von 10 Punkten in der Befragung ein Rekordhoch erreicht. Dennoch stellen Finanzierungsfragen für Private-Equity-Investoren kaum eine Hürde dar, da die Kreditkosten nach wie vor außergewöhnlich niedrig sind.
Viele Transaktionen scheitern dennoch an überzogenen Preisvorstellungen der Verkäufer. Dennoch zeigt der M&A-Boom keine Ermüdungserscheinungen – im Gegenteil: Die Erwartungen deuten darauf hin, dass die Dynamik auch über 2017 hinaus anhalten wird. Besonders Verkäufer mittelgroßer und großer Unternehmen rechnen mit einer starken Nachfrage nach Desinvestitionen, gestützt durch die hohe Liquidität am Markt.
Compliance entwickelt sich zunehmend zum kritischen Thema: 40 Prozent der Befragten verzeichnen einen deutlichen Anstieg der Bedeutung in den vergangenen fünf Jahren. Drei Viertel der Umfrageteilnehmer halten daher nun Garantieerklärungen in Verträgen für unverzichtbar, um sich gegen Compliance-Risiken abzusichern.
Für strategische Käufer ist M&A mehr als nur ein Wachstumsinstrument: 45 Prozent nutzen Übernahmen gezielt, um Innovation voranzutreiben. Gleichzeitig betrachten die Hälfte der befragten Unternehmen Fusionen als zentralen Baustein ihrer Digitalstrategie.
Fazit: Der Markt bleibt in Bewegung – geprägt von hohem Wettbewerb und starker Nachfrage nach Desinvestitionen. Compliance und Innovation gewinnen zunehmend an Einfluss auf die Transaktionsstrategien. Die günstigen Finanzierungsbedingungen stützen die Aktivität weiter, auch wenn unrealistische Preisvorstellungen nach wie vor Verhandlungen erschweren können.






