28 April 2026, 10:25

Mainz muss Haushalt drastisch kürzen – ADD lehnt Milliardenpläne ab

Hauptsitz der Deutschen Bank in Frankfurt, Deutschland, ein großes Gebäude mit vielen Fenstern, umgeben von städtischer Infrastruktur wie Straßenlaternen, Elektromasten, Elektrokabeln, Fahrzeugen, Grünflächen und einem bewölkten Himmel.

Mainz muss Haushalt drastisch kürzen – ADD lehnt Milliardenpläne ab

Mainz steht vor drastischen Kürzungen nach Ablehnung des Haushaltsplans durch die Aufsichtsbehörde ADD

Die Stadt Mainz muss massive finanzielle Einschnitte hinnehmen, nachdem die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) ihre Haushaltsplanung abgelehnt hat. Ursprünglich hatte die Stadt Investitionen in Höhe von 306 Millionen Euro vorgesehen – die Behörde strich diesen Betrag jedoch auf nur noch 75 Millionen Euro zusammen. Die ursprünglichen Zahlen seien "inakzeptabel überzogen" gewesen, hieß es seitens der Aufsicht, die zudem strengere Kontrollen forderte.

Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der Mainz bis 2029 fast 1,1 Milliarden Euro neue Kredite aufnehmen wollte, davon allein 395,4 Millionen Euro im Jahr 2026. Die ADD warnte, dass die geplanten Kreditaufnahmen unter den aktuellen Bedingungen "kaum zu rechtfertigen" seien.

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Die Behörde griff ein, nachdem sie die Finanzpläne der Stadt als unrealistisch eingestuft hatte. In einem offiziellen Schreiben hieß es, die Investitionsprognosen Mainzer seien mit dem vorhandenen Personal und dem vorgesehenen Zeitrahmen nicht umsetzbar. Zudem wurden die Schuldenprognosen der Stadt für die kommenden Jahre als "vollständig ungenehmigungsfähig" bewertet.

Trotz der Kürzungen akzeptierte die Mainzer Stadtführung die Entscheidung, um eine vollständige Ablehnung durch das Landesinnenministerium zu vermeiden. Ein Sprecher der Stadt, Andreas Behringer, bestätigte, dass das reduzierte Budget von 75 Millionen Euro den Betrieb dennoch effektiv aufrechterhalten werde.

Der Konflikt spiegelt die größeren Spannungen bei der Kommunalfinanzierung wider. Mainz ist Gründungsmitglied des Bündnisses "Für die Würde unserer Städte", das 32 Milliarden Euro Entlastung für die Kommunen fordert. Gleichzeitig hat die Mainzer Kenia-Koalition "grundlegende Reformen" von Bund und Ländern angemahnt, um die finanzielle Belastung der Städte zu verringern.

Die ADD besteht auf deutlich realistischere Planungen in künftigen Haushalten. Ihr Beschluss zwingt Mainz nun, Ausgaben- und Kreditstrategien anzupassen, um den verschärften Kontrollen gerecht zu werden.

Die Stadt muss sich damit abfinden, mit einem drastisch gekürzten Investitionsbudget von 75 Millionen Euro zu wirtschaften. Zudem sind die Kreditpläne – ursprünglich waren bis 2029 fast 1,1 Milliarden Euro vorgesehen – zu überarbeiten. Die Aufsichtsbehörde hat klargestellt, dass künftige Finanzanträge strengere Maßstäbe erfüllen müssen, um weitere Ablehnungen zu vermeiden.

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