20 April 2026, 02:03

Martin Günther startet als EU-Abgeordneter in turbulente Haushaltsverhandlungen

Alte 19. Jahrhundert-Karte von Europa, die politische Grenzen zeigt, auf Papier gedruckt mit Text oben und unten.

Martin Günther startet als EU-Abgeordneter in turbulente Haushaltsverhandlungen

Martin Günther, der 43-jährige Berliner Ökonom, trat im Juni 2024 sein Amt als Abgeordneter im Europäischen Parlament an. Als Mitglied der Linken folgte er auf Carola Rackete, die ihm den Einstieg in die neue Rolle erleichterte. Sein Amtsantritt fällt in eine entscheidende Phase der EU-Haushaltsdebatten – insbesondere für sein Heimatland Brandenburg.

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Günther fungiert nun als Berichterstatter im Schatten für den mehrjährigen Finanzrahmen der EU und konzentriert sich dabei auf den Wettbewerbsfähigkeitsfonds. Er kritisiert, dass die Europäische Kommission in den Haushaltsverhandlungen Wirtschaftswachstum und Umweltschutz als Gegensätze darstelle. Brandenburg erhält derzeit jährlich rund 350 Millionen Euro aus EU-Töpfen – doch geplante Kürzungen könnten diese Summe um mindestens die Hälfte reduzieren.

Als vollwertiges Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit setzt sich Günther für einen wirtschaftlichen Wandel ein, der Klimaschutz mit sozialer Gerechtigkeit verbindet. Die europäische Integration bezeichnet er als ein grundlegend linkes Projekt und fordert eine engere Zusammenarbeit progressiver Parteien auf dem Kontinent.

Neben den Haushaltsstreitigkeiten sieht er im Kampf gegen die extreme Rechte eine zentrale Aufgabe des Parlaments. Seine Vorgängerin Rackete hatte ihn ins Team eingeführt und seine ersten Schritte in Brüssel unterstützt.

Mit seiner Position im EU-Parlament steht Günther im Mittelpunkt der Debatten über Finanzierung, Klimapolitik und politischen Zusammenhalt. Angesichts drohender Kürzungen für Brandenburg werden seine Haltung zu einer gerechten Wirtschaftstransformation und zur linken Zusammenarbeit seine Arbeit prägen. Sein Engagement gegen rechtsextreme Einflüsse verleiht seiner Agenda in Brüssel eine weitere Dimension.

Quelle