16 April 2026, 02:03

Mehrwertsteuer-Erhöhung auf 21 Prozent: SPD streitet über gerechte Steuerreform

Plakat mit der Aufschrift "Unter Präsident Bidens Inflation Reduction Act" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, unterteilt in zwei Abschnitte: den oberen, der die Auswirkungen des Gesetzes erklärt, und den unteren, der visuelle Darstellungen in blauen und grünen Tönen zeigt.

Mehrwertsteuer-Erhöhung auf 21 Prozent: SPD streitet über gerechte Steuerreform

Die Bundesregierung erwägt eine Erhöhung des regulären Mehrwertsteuersatzes von 19 auf 21 Prozent. Als Gegenleistung schlagen Beamte eine Senkung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes, der Lohnsteuern und der Sozialabgaben vor. Der Plan stößt jedoch bereits innerhalb der regierenden Koalition auf scharfe Kritik.

Anke Rehlinger, die saarländische SPD-Ministerpräsidentin, hat erhebliche Zweifel an der geplanten Mehrwertsteuererhöhung geäußert. Ihre Bedenken kommen vor einer SPD-Konferenz an diesem Freitag, auf der die Partei ihre Reformprioritäten für die kommenden Monate festlegen wird. Rehlinger hat deutlich gemacht, dass sie gegen einen höheren Mehrwertsteuersatz ist. Stattdessen unterstützt sie Maßnahmen, die die Steuerlast stärker auf wohlhabendere Haushalte verlagern. Ein zentraler Vorschlag ist die Abschaffung des Ehegattensplittings – ein Vorhaben, das bereits von Finanzminister Lars Klingbeil befürwortet wird.

Darüber hinaus setzt sie sich für eine Entlastung bei der Einkommensteuer für 95 Prozent der Steuerzahler ein, während Spitzenverdiener stärker zur Kasse gebeten werden sollen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Erhöhung der Erbschaftsteuer, um zusätzliche Einnahmen zu generieren und eine gerechtere Besteuerung zu gewährleisten.

Die Debatte dreht sich um die Abwägung zwischen einer höheren Mehrwertsteuer und Steuersenkungen in anderen Bereichen. Befürworter argumentieren, dass eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um zwei Prozentpunkt die Senkung der Arbeitskosten und des ermäßigten Satzes von sieben Prozent finanzieren könnte. Kritiker wie Rehlinger warnen jedoch, dass eine solche Maßnahme einkommensschwächere Haushalte überproportional belasten würde.

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Auf der anstehenden Konferenz wird sich zeigen, wie die Reformagenda der SPD konkret aussehen wird. Sollten die Vorschläge angenommen werden, könnten sie die Besteuerung für Millionen Haushalte neu gestalten. Das Ergebnis wird entscheiden, ob die Mehrwertsteuer steigt oder alternative Maßnahmen wie höhere Erbschaftsteuern Vorrang erhalten.

Quelle