07 April 2026, 00:07

Merz' Rückführungspläne für Syrer gefährden deutsche Krankenhäuser

Schwarze und weiße architektonische Zeichnung des Rosenhof-Krankenhauses in Hamburg, Deutschland, zeigt detailliertes Layout mit zahlreichen Drähten, Zimmern, Fluren und Textanmerkungen auf altem Papier.

Merz' Rückführungspläne für Syrer gefährden deutsche Krankenhäuser

Bundeskanzler Friedrich Merz hat Pläne angekündigt, rund 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer innerhalb von drei Jahren in ihre Heimat zurückzuführen. Der Vorschlag stößt bereits auf scharfe Kritik von Vertretern des Gesundheitswesens, die auf syrische Fachkräfte in den Krankenhäusern angewiesen sind.

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Syrische Ärzte und Pflegekräfte spielen eine zentrale Rolle im deutschen Gesundheitssystem. Bis Ende 2024 werden 5.745 syrische Mediziner in deutschen Krankenhäusern arbeiten – sie stellen damit die größte Gruppe ausländischer Ärzte im Land. Zudem sind über 2.000 syrische Pflegefachkräfte in der Alten- und Krankenpflege tätig.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat sich deutlich gegen die Pläne des Kanzlers ausgesprochen. Henriette Neumeyer, stellvertretende Vorsitzende des DKG-Vorstands, warnte, dass der Verlust dieser qualifizierten Arbeitskräfte die Patientenversorgung beeinträchtigen werde. Sie betonte, dass ihr Weggang spürbare Lücken in den Krankenhäusern des gesamten Landes hinterlassen würde.

Mit dem Vorhaben will die Regierung die Zahl der in Deutschland lebenden Syrer in den kommenden drei Jahren verringern. Doch die Träger im Gesundheitswesen argumentieren, dass dieser Schritt die ohnehin bereits überlasteten Teams in den Kliniken weiter schwächen könnte. Syrische Ärzte und Pflegekräfte besetzen derzeit unverzichtbare Positionen in Krankenhäusern bundesweit.

Quelle