07 May 2026, 06:10

Modedesigner wirft Jisoo vor: Geliehene Outfits nach Shooting verschwunden

Zwei Männer in Anzügen lächeln in einem Zeitungsartikel mit der Überschrift "Grazer Musiker" vom März 2012.

Modedesigner wirft Jisoo vor: Geliehene Outfits nach Shooting verschwunden

Belgischer Modedesigner Benjamin Voortmans wirft K-pop-Star Jisoo von Blackpink vor, geliehene Designs nach einem Fotoshooting nicht zurückgegeben zu haben. Anfangs hatte Voortmans Jisoo direkt genannt, präzisierte später jedoch, dass es ihm nicht um einen persönlichen Angriff auf sie gegangen sei.

Der Vorfall zeigt, wie komplex die Dynamik zwischen Prominenten und ihren Fans sein kann – Streitigkeiten können sich durch leidenschaftliche Fangemeinden schnell hochschaukeln. Voortmans, der auf Instagram 80 Millionen Follower zählt, hatte zunächst zugesagt, mit WWD über den Fall zu sprechen, lehnte später jedoch ab und erklärte, die Angelegenheit werde privat geklärt.

Zunächst hatte der Designer Jisoo öffentlich als Verantwortliche für die nicht zurückgegebenen Kleidungsstücke benannt, milderte seine Haltung später aber ab und betonte, seine Kritik richte sich nicht gegen sie persönlich. Aufgrund seiner großen Reichweite verbreitete sich der Konflikt rasant und zog weltweit die Aufmerksamkeit von Fans auf sich.

Experten weisen darauf hin, dass Fangemeinden oft vehement reagieren, wenn ihre Idole kritisiert werden. Susan Kresnicka, Gründerin von KR&I und des Fandom Institute, betont, wie leidenschaftlich Fans ihre Lieblingsstars verteidigen. Michael Lewis, Marketingprofessor an der Emory University, verweist auf den Streit zwischen Scooter Braun und Taylor Swift 2019, als sich die „Swifties“ massiv hinter die Sängerin stellten.

Parasoziale Beziehungen – also die tief empfundene Verbindung von Fans zu Prominenten – prägen maßgeblich das Konsumverhalten. Studien zeigen, dass 75 Prozent der Fans die Fankultur mindestens genauso genießen wie die Inhalte selbst. Marken, die von diesen Communities profitieren wollen, müssen vorsichtig agieren, da Fans sich gegen Unternehmen oder Personen wenden können, die sie als Bedrohung für ihre Idole wahrnehmen.

Kleinere Akteure wie unabhängige Designer unterschätzen oft die Geschwindigkeit und Heftigkeit, mit der Fan-Proteste eskalieren können. Bei Konflikten können virale Graswurzel-Bewegungen die Angelegenheit schnell anheizen und eine Lösung erschweren.

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Der Streit zwischen Voortmans und Jisoo unterstreicht die Risiken, die mit dem Umgang mit einflussreichen Fangemeinden verbunden sind. Marken und Kreative müssen diese Beziehungen behutsam navigieren, um Gegenreaktionen engagierter Anhänger zu vermeiden.

Denn die Bereitschaft der Fans, ihre Idole zu verteidigen, kann selbst kleinere Konflikte anheizen – mit Folgen für Ruf und Geschäftsbeziehungen. Der Vorfall erinnert daran, wie tief die Fankultur öffentliche Wahrnehmung und kommerziellen Erfolg prägt.

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