Mönchengladbachs Bauboom trotzt dem NRW-Wohnungsmarkt-Trend mit Rekordzahlen
Emma KochMönchengladbachs Bauboom trotzt dem NRW-Wohnungsmarkt-Trend mit Rekordzahlen
Mönchengladbach verzeichnet starken Anstieg im Wohnungsbau – entgegen dem Landestrend in Nordrhein-Westfalen
Während Nordrhein-Westfalen 2025 die niedrigste Zahl an Neubauten seit 14 Jahren meldete, hat Mönchengladbach seine Fertigstellungen fast verdreifacht. Verantwortliche führen diesen Erfolg auf gezielte Investitionen und langfristige Planung zurück.
Im vergangenen Jahr wurden in Mönchengladbach 758 neue Wohnungen fertiggestellt – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Mit einer Bauquote von 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner liegt die Stadt damit auf Platz drei unter den kreisfreien Städten des Landes. Dieser Wert übertrifft den NRW-Durchschnitt von 19,8 um 43 Prozent. Landesweit sank die Zahl der fertiggestellten Wohnungen um 9,4 Prozent auf 37.185.
Der Aufschwung folgt auf die 2023 gestartete Wohnungsbauoffensive Mönchengladbach, die 43 Millionen Euro in das städtische Wohnungsunternehmen WohnBau investierte. Weitere 43,2 Millionen Euro an Fördermitteln wurden 2025 bewilligt, wodurch 218 zusätzliche Wohneinheiten entstanden. Diese Mittel fließen in das Programm «Wohnen für alle», das bezahlbaren Wohnraum, barrierefreies Wohnen und die Aufwertung der Innenstadt priorisiert.
Auch die Zahl der Baugenehmigungen stieg in Mönchengladbach 2024 um 73,6 Prozent. Oberbürgermeister Felix Heinrichs führt die Fortschritte auf eine konsequente Stadtentwicklung und weitsichtige Politik zurück. Der landesweite Rückgang im Wohnungsbau hingegen ist auf gestiegene Kreditzinsen, hohe Kosten und weniger Genehmigungen zurückzuführen.
Mönchengladbachs Bauboom steht damit im krassen Gegensatz zum allgemeinen Rückgang in Nordrhein-Westfalen. Mit mehr fertiggestellten Wohnungen, erteilten Genehmigungen und bereitgestellten Fördergeldern festigt die Stadt ihre Position als Vorreiter im städtischen Wohnungswachstum. Die Ergebnisse spiegeln sowohl finanzielle Investitionen als auch strategische Weichenstellungen der vergangenen Jahre wider.






