30 June 2026, 20:06

Netzausbau stockt: Warum Wind- und Solarstrom oft nicht ans Netz kommt

Die Stromnetze im Süden Badens sind am Limit: Expansion ist die Schlüsselfrage

Netzausbau stockt: Warum Wind- und Solarstrom oft nicht ans Netz kommt

Vertreter von Netzbetreibern, Kommunen und Behörden trafen sich in Emmendingen, um über die Herausforderungen beim Ausbau der Stromnetzkapazitäten zu beraten. Die Veranstaltung wurde vom Regionalverband Südlicher Oberrhein organisiert und brachte die großen Netzbetreiber der Region an einen Tisch.

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Der Regierungspräsidium Freiburg kündigte Pläne an, die Zusammenarbeit zu verbessern und Genehmigungsverfahren für neue Umspannwerke, Transformatorenstationen und Stromleitungen zu beschleunigen. Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender des Verbands, betonte die Bedeutung einer abgestimmten Entwicklung von Stromerzeugung, Netzkapazität, Speicherung und Verbrauch.

Das rasante Wachstum von Wind- und Solarenergieanlagen hat den Ausbau der Netzinfrastruktur überholt. Einige neue Erneuerbare-Energien-Anlagen können aufgrund begrenzter Kapazitäten nicht ans Netz angeschlossen werden. Auch Unternehmen haben zunehmend Schwierigkeiten, die benötigten Netzanschlüsse zu erhalten.

Auf dem Treffen wurden Großspeicherlösungen wie Batteriespeichersysteme als Teil der Lösung diskutiert. Netzbetreiber wiesen jedoch darauf hin, dass auch diese Systeme die bestehende Netzinfrastruktur zusätzlich belasten. Der steigende Strombedarf durch Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und neue Industrieverbraucher verschärft die Situation weiter.

Immer mehr Städte und Gemeinden verzeichnen vermehrt Anfragen zu Batteriespeicherlösungen. Der Bedarf an Netzausbau bleibt dringend, da der Ausbau erneuerbarer Energien und die Nachfrage weiter steigen. Ohne eine schnellere Modernisierung der Netze werden sich Verzögerungen bei Anschlüssen neuer Projekte und Unternehmen fortsetzen.

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