Neuwied plant Wohnraum-Offensive mit 800 neuen Wohnungen bis 2026
Neuwied stellt neues Wohnraumversorgungskonzept vor, um wachsende Nachfrage und veralteten Bestandsmodernisierung zu begegnen
Die Stadt Neuwied hat ein neues Wohnraumversorgungskonzept vorgestellt, das die steigende Nachfrage bewältigen und den veralteten Wohnungsbestand modernisieren soll. Der Plan umfasst sechs zentrale Handlungsfelder, die die künftige Entwicklung gestalten und gleichzeitig Engpässe abbauen sollen. Bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung am 11. Februar werden die Details präsentiert und zur Diskussion gestellt.
Die Wohnbedürfnisse in Neuwied verändern sich: Gefragt sind zunehmend kleinere Wohnungen, bezahlbare Familienhäuser und barrierefreie Angebote für ältere Bürger:innen. Bis 2040 wird die Stadt mehrere tausend zusätzliche Wohneinheiten benötigen – die genaue Zahl steht jedoch noch nicht fest. Bürgermeister Jan Einig betonte bei der Vorstellung des Konzepts dessen Bedeutung für die Bewältigung der Wohnungsnot.
Bereits jetzt laufen mehrere Großprojekte an. Im Werth-Viertel könnten bis zu 450 Wohnungen entstehen; die Planungsänderungen sollen 2026 abgeschlossen werden. Weitere 350 Wohneinheiten sind für das Boesner-Areal vorgesehen, dessen Pläne im März 2026 vorgestellt werden. Zudem sollen bis Ende 202626 barrierefreie Wohnungen in der Otfried-Preußler-Straße fertiggestellt werden, begleitet von weiteren Vorhaben im Friedrichshof.
Das Konzept setzt nicht nur auf Neubauten, sondern auch auf die Modernisierung bestehender Gebäude, die Nachnutzung brachliegender Flächen und die Schließung von Baulücken in bestehenden Vierteln. Da alleiniger Neubau den Bedarf nicht decken kann, kommen Umnutzungen und Nachverdichtungsprojekte eine zentrale Rolle zu. Zu den ersten großen Pilotvorhaben zählen die Flächen am Rasselstein-Gelände und im Werth-Viertel.
Das Wohnraumversorgungskonzept bildet den Rahmen für die städtebauliche Entwicklung Neuwieds in den kommenden zwei Jahrzehnten. Mit dem Start der Bürgerbeteiligung am 11. Februar haben Anwohner:innen die Möglichkeit, sich über geplante Projekte zu informieren und Fragen zu stellen. Durch den Mix aus Neubauten, Umnutzungen und Sanierungen strebt die Stadt einen nachhaltigen Wohnungsmarkt an, der allen Altersgruppen gerecht wird.






