Oberasbach erhöht Grundsteuer B – warum Eigentümer jetzt mehr zahlen müssen
Emma KochOberasbach erhöht Grundsteuer B – warum Eigentümer jetzt mehr zahlen müssen
Oberasbach erhöht Grundsteuer, um finanzielle Zukunft zu sichern
Der Stadtrat von Oberasbach hat die Grundsteuer B drastisch angehoben und den Hebesatz auf 690 Punkte festgesetzt. Ohne diesen Schritt wären zentrale Vorhaben – darunter der Ausbau einer Schule – verzögert oder sogar gestrichen worden.
Die Entscheidung fiel nach monatelangen zähen Verhandlungen und spürbaren Kürzungen im Haushalt. Um die Finanzen auszugleichen, wurden etwa die geplante Sanierung der Jahnhalle-Turnhalle gestrichen. Dennoch musste die Stadt weiterhin auf Rücklagen zurückgreifen und Investitionskredite aufnehmen, um das defizitäre Betriebshaushalt zu decken.
Die Steuererhöhung ist Teil eines umfassenden Konsolidierungskonzepts für den Haushalt 2026. Das Ziel ist klar: Die Gemeinde muss zahlungsfähig bleiben und darf die gesetzlichen Finanzvorgaben nicht verfehlen. Ohne die Anpassung hätte Oberasbach mit schweren Sanktionen der Aufsichtsbehörde des Landkreises rechnen müssen.
Betroffen von der Erhöhung sind alle bebauten und bebaubaren Grundstücke in der Stadt – landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Flächen bleiben jedoch ausgenommen. Die Mehreinnahmen sichern die Finanzierung dringender Projekte wie den Ausbau der Ganztagesbetreuung an der Pestalozzi-Schule. Ohne die Haushaltssanierung wäre der Bau sofort gestoppt worden.
Auf Landesmittel konnte Oberasbach nicht hoffen: Die Stadt erfüllte nicht die Förderkriterien Münchens, sodass nur lokale Lösungen blieben.
Die Steueranhebung tritt im Rahmen eines umfassenden Stabilisierungsplans für die Stadtfinanzen in Kraft. Zwar müssen Grundstückseigentümer nun tiefer in die Tasche greifen, doch die Maßnahme verhindert Verzögerungen bei wichtiger Infrastruktur. Die Zahlungsfähigkeit Oberasbachs hängt nun von dieser Anpassung und den bereits beschlossenen Einsparungen ab.






