05 April 2026, 06:03

Oettinger formt Führungsteam um und setzt auf neue Strategien gegen Marktflaute

Plakat für das Bayerische Bierfest in München, Deutschland, mit einer gekrönten Gesichtsabbildung.

Oettinger formt Führungsteam um und setzt auf neue Strategien gegen Marktflaute

Oettinger, Deutschlands siebtgrößte Brauerei, bildet Führungsteam um

Nach einer Phase finanzieller Belastungen hat die Oettinger Brauerei ihre Führungsetage neu aufgestellt. Das seit 1731 bestehende Familienunternehmen begrüßt mit Thilo R. Pomykala einen neuen Geschäftsführer. Seine Berufung folgt auf den Abgang von Stefan Blaschak und erfolgt zu einer Zeit, in der die Brauerei mit Marktchancen kämpft.

Das Unternehmen, das jährlich rund sechs Millionen Hektoliter Getränke produziert, hat zudem Dominika Steinberg in den Vorstand berufen.

Thilo R. Pomykala tritt seinen Posten bei Oettinger offiziell am 1. April an. Er bringt Erfahrung aus über sechs Jahren als Geschäftsführer bei Hochwald mit, wo er für Vertrieb, Marketing und Innovation verantwortlich war. Zuvor arbeitete er bei Unilever, der Semper idem Underberg AG und Meggle. In seiner Zeit bei Hochwald prägte er die langfristige Unternehmensstrategie und trieb Schlüsselprojekte im Bereich der schnelldrehenden Konsumgüter voran.

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Pia Kollmar, Inhaberin und bei Oettinger zuständige Geschäftsführerin für Finanzen, Strategie und Einkauf, zeigte sich begeistert von der Zusammenarbeit mit Pomykala. Die Brauerei, die an den Standorten Oettingen und Mönchengladbach rund 700 Mitarbeiter beschäftigt, hat ihre Führungsebene zudem durch die Berufung von Dominika Steinberg in den Vorstand erweitert. Sie wird künftig die Bereiche Produktion und Technik verantworten – zusätzlich zu ihren bisherigen Aufgaben in Personal und IT.

Die Umstrukturierung erfolgt in einer schwierigen Phase für Oettinger. 2024 belegte das Unternehmen mit 6,6 Millionen Hektolitern Ausstoß Platz sieben unter den deutschen Brauereien. Gleichzeitig schloss es die Braustätte in Braunschweig und sah sich mit finanziellen Problemen am Standort Eichbaum in Mannheim konfrontiert. Diese Herausforderungen spiegeln einen generellen Rückgang des deutschen Biermarktes wider, der 2025 mit 7,8 Milliarden Litern den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung erreichte.

Das neue Führungsteam übernimmt die Verantwortung, während Oettinger sich an einen schrumpfenden Markt anpasst. Mit Pomykala, der sich auf Wachstum konzentriert, und Steinberg, die die Produktion leitet, strebt das Unternehmen eine Stabilisierung an. Die familiengeführte Brauerei, die jährlich rund eine Milliarde Flaschen und Dosen abfüllt, setzt nun auf den neu formierten Vorstand, um die Zukunft zu gestalten.

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