10 June 2026, 06:02

Offenbachs Cannabis-Streit: Grünen werfen CDU Falschinformationen und Blockadehaltung vor

Offenbach Grüne Debatte Cannabis: CDU schwebt in anderen Sphären

Offenbachs Cannabis-Streit: Grünen werfen CDU Falschinformationen und Blockadehaltung vor

In Offenbach ist ein Streit über die Cannabispolitik entbrannt, nachdem lokale Vertreter der Grünen die Haltung der CDU zu einem geplanten Legalisierungsversuch scharf kritisiert hatten. Der Konflikt entstand nach dem Beschluss des Stadtrats, sich als Modellregion für das Cannabis-Pilotprojekt der Bundesregierung zu bewerben. Die Grünen werfen der CDU vor, Falschinformationen zu verbreiten und die demokratische Debatte zu untergraben.

Die Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Offenbach, Fanny Sackis und Elmar Werner, verurteilten den Widerstand der CDU gegen das Cannabis-Modellvorhaben. Sie argumentierten, die Behauptungen der Union – insbesondere der Vergleich von Gummibärchen mit Drogenkonsum – seien sachlich falsch und ignorierten die Vorteile einer kontrollierten Abgabe.

Sackis betonte, ein reguliertes System würde den illegalen Handel schwächen und gleichzeitig den Zugang für Minderjährige erschweren – was sowohl den Jugend- als auch den Verbraucherschutz verbessere. Derzeit ermöglichte der unkontrollierte Schwarzmarkt Jugendlichen einen leichten Zugang, ohne jegliche Schutzmechanismen.

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Werner ging noch weiter und bezeichnete das Verhalten der CDU als undemokratisch und unwürdig für eine Volkspartei. Er warf der Union vor, sachliche Diskussionen abzulehnen und die demokratische Auseinandersetzung zu gefährden. Die Grünen unterstützten zudem den Kurs von Oberbürgermeisterin Sabine Groß und hoben hervor, dass Offenbach sich gemeinsam mit Frankfurt als Modellregion für die Legalisierung bewirbt.

Der Streit spiegelt die bundesweiten Spannungen in der Cannabispolitik wider. Offenbachs Antrag für die Teilnahme am Pilotprojekt bleibt bestehen, während die Grünen darauf bestehen, dass eine Regulierung besseren Schutz biete als der aktuelle Zustand. Die CDU hingegen begründet ihren Widerstand mit Sorgen vor einer erhöhten Jugendeinwirkung und einer Normalisierung des Drogenkonsums.

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