01 May 2026, 06:04

Ökonom Edenhofer fordert radikale Energiewende statt Subventionen für Kraftstoffe

Eine Liniengrafik mit der Überschrift "Treibstoffpreise in den Vereinigten Staaten" auf einem weißen Hintergrund, die zwei Linien zeigt: eine stetig ansteigende blaue Linie, die den Rückgang der Treibstoffpreise über die Zeit darstellt, und eine leicht höhere grüne Linie, die den Anstieg der Preise darstellt.

Ökonom Edenhofer fordert radikale Energiewende statt Subventionen für Kraftstoffe

Europa muss seine Abhängigkeit von ausländischem Öl und Gas mittelfristig durch eine Senkung der Nachfrage verringern, warnt der renommierte Ökonom Ottmar Edenhofer. Der Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) betont, dass die aktuellen Subventionen für Kraftstoffe das Problem nur verschärfen, indem sie die Preise weiter in die Höhe treiben.

Edenhofer kritisiert, dass Politiker die Energiesparpolitik schon längst zur Priorität hätten machen müssen. Er verweist auf die Ölkrise der 1970er-Jahre, als Regierungen den Fokus auf die Drosselung der Nachfrage legten, statt Treibstoff zu subventionieren. Dieser Ansatz, so Edenhofer, würde nicht nur die Energieversorgungssicherheit stärken, sondern auch zu einem globalen Preisrückgang beitragen.

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Subventionen, so seine Überzeugung, richten mehr Schaden als Nutzen an: Sie steigern die Nachfrage, begünstigen ausländische Exporteure und halten die Preise künstlich hoch. Stattdessen schlägt er gezielte Einkommenshilfen für einkommensschwache Haushalte vor. Damit ließen sich die Bürger vor steigenden Kosten schützen, ohne gleichzeitig den Verbrauch von Öl und Gas unnötig anzukurbeln.

Für Edenhofer ist eine Senkung der Nachfrage sowohl kluger Klimaschutz als auch kluge Geopolitik. Durch eine geringere Importabhängigkeit könnte Europa seine Verhandlungsmacht auf den globalen Energiemärkten stärken und zugleich seine Umweltziele erreichen.

Der Vorschlag des Ökonomen basiert auf zwei zentralen Maßnahmen: dem schrittweisen Abbau von Kraftstoffsubventionen und der direkten Unterstützung bedürftiger Haushalte. Diese Schritte, so Edenhofer, würden den Druck auf die Energiepreise mindern und gleichzeitig die langfristige Sicherheit Europas festigen. Angesichts der weiterhin schwankenden Energiekosten dürfte die Debatte über Subventionen versus Nachfragesenkung weiter an Fahrt aufnehmen.

Quelle