Ökonom Südekum fordert höhere Steuern für Reiche zur Finanzierung der Steuerreform
Lukas HoffmannÖkonom Südekum fordert höhere Steuern für Reiche zur Finanzierung der Steuerreform
Der Ökonom Jens Südekum fordert höhere Steuern für Spitzenverdiener, um eine geplante Reform der Einkommensteuer zu finanzieren. Ohne solche Maßnahmen könne der Staat es sich seiner Ansicht nach nicht leisten, Steuerentlastungen für Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen umzusetzen. Zu seinen Vorschlägen gehören auch Anpassungen bei der Vermögensbesteuerung sowie Reformen der Unternehmensbesteuerung.
Südekum betont, dass die Erhöhung der Abgaben für die Wohlhabendsten unverzichtbar sei, um den Haushalt auszugleichen und gleichzeitig Steuersenkungen für Geringverdiener zu ermöglichen. Er warnt, dass eine bloße Senkung der Steuersätze in den unteren Einkommensstufen die Gesamteinnahmen verringern würde – zusätzliche Einsparungen seien daher unerlässlich.
Er weist die Kritik zurück, höhere Steuern für Topverdiener würden Einzelunternehmer und Personengesellschaften unangemessen belasten. Vielmehr verweist er darauf, dass diese Unternehmen bereits jetzt die Möglichkeit hätten, sich wie Kapitalgesellschaften besteuern zu lassen. Um den Übergang zu erleichtern, schlägt er vor, das Verfahren für einen Wechsel zu vereinfachen.
Breite Sparmaßnahmen lehnt der Wirtschaftswissenschaftler als unzureichend ab, um die Reformkosten zu decken. Sein Lösungsansatz kombiniert gezielte Steuererhöhungen mit konkreten Einsparungen, um die Reform finanziell tragfähig zu gestalten, ohne einkommensschwache Gruppen übermäßig zu belasten.
Im Mittelpunkt von Südekums Plan stehen höhere Abgaben für Spitzenverdiener und eine vereinfachte Unternehmensbesteuerung. Die Änderungen sollen Steuerentlastungen für Niedrig- und Mittelverdiener ermöglichen und gleichzeitig die Staatseinnahmen stabil halten. Die Regierung wird diese Vorschläge bei der finalen Ausgestaltung der Reform berücksichtigen müssen.






