Ökonomin Malmendier zerpflückt Deutschlands Krisenhilfen als "verschwendungsintensiv"
Moritz MüllerÖkonomin Malmendier zerpflückt Deutschlands Krisenhilfen als "verschwendungsintensiv"
Ulrike Malmendier, ehemalige Wirtschaftsberaterin, hat die jüngsten Krisenhilfemaßnahmen Deutschlands scharf kritisiert. Sie bezeichnet den aktuellen Ansatz als verschwendungsintensiv und unzureichend zielgerichtet. Stattdessen plädiert sie für ein präziseres System, das gezielt nur den Bedürftigsten hilft.
Malmendier wirft der Regierung vor, mit pauschalen Leistungen echte Notlagen nicht wirksam zu bekämpfen. Sie schlägt vor, breite Maßnahmen wie die allgemeine Spritpreisermäßigung durch gezielte Unterstützung für die ärmsten 20 Prozent der Haushalte zu ersetzen. Ein solcher Wandel würde eine bessere Verzahnung von Steuerdaten, Sozialsystemen und Auszahlungsmechanismen erfordern.
Ihrer Einschätzung nach ließe sich dadurch erhebliche Summen einsparen – und möglicherweise künftige Steuererhöhungen in bestimmten Bereichen vermeiden. Doch über die Soforthilfen hinaus betont sie die Notwendigkeit, Bürokratie abzubauen und die Regeln auf dem Arbeitsmarkt zu reformieren. Diese Schritte, so Malmendier, würden das bestehende Steuersystem gerechter und effizienter gestalten.
Gleichzeitig warnt sie vor Fehlanreizen in der aktuellen Sozialstruktur: Viele Geringverdiener sehen sich mit drastischen Kürzungen ihrer Leistungen konfrontiert, sobald ihr Einkommen auch nur leicht steigt. Dieses Problem müsse vor weiteren Umverteilungsdebatten gelöst werden, fordert sie.
Ihre Vorschläge zielen darauf ab, Verschwendung zu reduzieren und die Präzision staatlicher Hilfen zu erhöhen. Durch die Vernetzung von Datensystemen und eine strengere Bedürftigkeitsprüfung könnte die Unterstützung ihrer Meinung nach diejenigen erreichen, die sie am dringendsten benötigen. Das Ziel: Kosten senken und gleichzeitig das System anpassungsfähiger an reale finanzielle Notlagen machen.






