Opel streicht 400 Jobs in Ellesmere Port – erste Kürzungen nach PSA-Übernahme
Paul FischerOpel streicht 400 Jobs in Ellesmere Port – erste Kürzungen nach PSA-Übernahme
Der PSA-Konzern hat Stellenstreichungen im Opel-Werk Ellesmere Port angekündigt – die erste größere Personalreduzierung seit der Übernahme des Unternehmens. Die Maßnahme löst bei den Beschäftigten Sorgen über weitere Veränderungen in Opels Betriebsstätten aus.
In dem Werk in Ellesmere Port, wo Vauxhall den Astra fertigt, wird eine Schicht gestrichen. Dadurch fallen 400 Arbeitsplätze am Standort weg.
PSA-Chef Carlos Tavares hatte kürzlich die Produktionsmethoden bei Opel scharf kritisiert. Das Werk in Rüsselsheim bezeichnete er als „nicht effizient genug“ und behauptete, die Kosten lägen dort 50 Prozent höher als in den französischen PSA-Fabriken. Zudem führte Tavares an, viele Produktionslinien bei Opel seien überdimensioniert und würden auf ineffiziente Abläufe setzen.
Seine Äußerungen haben Befürchtungen genährt, es könnten noch tiefgreifendere Kürzungen in der deutschen Opel-Produktion geben. Betriebsratsvertreter stellen nun infrage, ob die ursprünglich bis Ende 2018 zugesagten Arbeitsplatzgarantien Bestand haben werden.
Der Wegfall einer Schicht in Ellesmere Port ist der erste spürbare Personalabbau seit der Opel-Übernahme durch PSA. Tavares hat deutlich gemacht, dass die Effizienz in allen Opel-Werken steigen müsse. Für die Belegschaft bleibt die Zukunft ungewiss, während die bestehenden Beschäftigungszusagen auf dem Prüfstand stehen.






