Peaches begeistert beim Donaufestival mit frecher Body-Positivity-Show
Moritz MüllerPeaches begeistert beim Donaufestival mit frecher Body-Positivity-Show
Peaches rockte das Donaufestival in Krems mit ihrer frechen, kompromisslosen Bühnenshow
Dieses Wochenende brachte Peaches ihren mutigen, unerschrockenen Stil zum Donaufestival nach Krems – und ließ das Publikum elektrisiert zurück. Selbst ein Mann mittleren Alters konnte seine wachsende Begeisterung kaum verbergen. Ihr Auftritt vereinte provokante Texte mit verspieltem Theater, inklusive einer Schamhaar-Toupet-Kreation, die sie sich über die Brustwarzen klebte.
Die kanadische Künstlerin schafft seit 26 Jahren Musik, die LGBTQ+-Emanzipation feiert. Seit ihrem Debüt im Jahr 2000 hat sie sich mit furchtlosen, bodypositiven Hymnen einen Namen gemacht. Im Kremser Stadtsaal unterstrich sie diesen Ruf noch einmal – mit ungebändigter Freude sang sie Zeilen wie „Das ist mein Körper, meine Entscheidung, meine Titten“.
Ihr aktuelles Album „No Lube So Rude“ setzt auf dieselbe unzensierte Energie. In Pressematerialien wird sie als „postmenopausale Queer-Ikone“ beschrieben – ein Label, das sie auf der Bühne voll und ganz ausfüllte. Als ein nicht identifizierbarer Gegenstand auf die Bühne flog, steigerte das nur den chaotischen Charme des Auftritts.
Am Ende strahlte selbst der anfangs verwirrte Mann im Publikum. Seine anfängliche Zurückhaltung war pure Begeisterung gewichen, während Peaches’ Botschaft von Selbstbestimmung und Lebensfreude ihn packte.
Die Show unterstrich einmal mehr ihre langjährige Mission: die Erzählungen über weibliche Körper und Sexualität zurückzuerobern. Mit einer Mischung aus Humor, Rebellion und Spektakel erreicht sie weiterhin ein Publikum aller Generationen. Der Auftritt in Krems bewies, dass ihre Art der Emanzipation so relevant ist wie nie zuvor.






