07 April 2026, 08:03

Penguin Random House verklagt OpenAI wegen Urheberrechtsverletzung durch KI-Training

Cartoon-Illustration eines strengen Mannes in einem Anzug und eines neugierigen Kindes auf dem Cover eines Buches mit dem Titel "The Verdict."

Penguin Random House verklagt OpenAI wegen Urheberrechtsverletzung durch KI-Training

Penguin Random House verklagt OpenAI und ChatGPT wegen mutmaßlicher Urheberrechtsverletzungen. Der Verlag wirft den KI-Modellen vor, illegal Werke aus Ingo Siegners "Der kleine Drache Kokosnuss"-Reihe genutzt zu haben. Die Klage reiht sich in eine wachsende Zahl von Streitigkeiten zwischen der Kreativbranche und KI-Entwicklern ein.

Im Mittelpunkt des Falls stehen Vorwürfe, OpenAI habe seine Systeme ohne Erlaubnis mit Siegners Büchern trainiert. Laut Verlag kann ChatGPT nun auf Basis minimaler Nutzerangaben Texte und Illustrationen erzeugen, die den Originalwerken stark ähneln.

Carina Mathern, Verlegerin für Kinder- und Jugendbücher bei Penguin Random House, betonte, die Klage diene dem Schutz des Urheberrechts im Zeitalter der KI. Das Unternehmen argumentiert, OpenAIs Nutzung von Siegners Material stelle eine unrechtmäßige Speicherung und Verbreitung geschützter Inhalte dar.

Es ist nicht die erste juristische Auseinandersetzung mit OpenAI: Im November 2025 hatte die deutsche Musikrechteorganisation GEMA ein teilweises Gerichtsurteil gegen ChatGPT erstritten, weil die KI ohne Zustimmung Songtexte verwendet hatte. OpenAI legte Berufung ein; die Entscheidung wird derzeit überprüft.

Die Verlagsbranche sieht sich zunehmend mit Konflikten um KI-generierte Inhalte konfrontiert. Erst kürzlich zog die Hachette Book Group den Horrorroman "Shy Girl" zurück, nachdem KI-Erkennungstools große Passagen als maschinell verfasst identifiziert hatten. Gleichzeitig richten sich Klagen von Verlagen und Musikverbänden gegen mehrere KI-Unternehmen, darunter Anthropic, Google, xAI und Meta.

OpenAI hat sich bisher nicht öffentlich zu den Vorwürfen von Penguin Random House geäußert. Das Urteil könnte präzedenzfallartig klären, wie KI-Modelle künftig mit urheberrechtlich geschützten Werken umgehen dürfen.

Der Fall unterstreicht den anhaltenden Konflikt zwischen KI-Entwicklung und geistigem Eigentum. Sollte Penguin Random House erfolgreich sein, könnte dies beeinflussen, wie KI-Firmen künftig ihre Trainingsdaten beschaffen. Vorerst bleibt der Streit ungelöst – beide Seiten bereiten sich auf weitere juristische Schritte vor.

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